Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

&aff>aniini.

Gummi Galbnmmi, Kesina Galbani; Galbanum; Galbangummi,

Mutterharz.

Pll. Oor« Ein Gummiharz- , entweder in trocknen gelblichen,innen weisslichen Körnern, oder in grünlich lind bräunlich-gelben, schwachglänzenden, aus innen weisslichen Klassenoder Körnern zusammengeklebten Massen. In der Kälte istes zerreiblich , durch die Wärme der Hand weich werdend,von bitterscharfem Geschmacke und einem starken widerli-chen Gerüche. Es ist der verhärtete Saft einer bis jetztnoch nicht genügend bestimmten Persischen Pflanze.

Pll. Hamb., Hann., Sax., §1« Mols.

Gralbaiium depuratuiii.

Gereinigtes Galbanum.

Pll« Bor., Sa v., Sl. IIols. Wird wie Ammoniacurn depu-ratum bereitet.

Als Mutterpflanze des Galbanums gab Linne das aufdem Kap der guten Hoffnung wachsende Bvbon Galbanum,an. Diese Umbellifere enthält zwar einen starkriechendenMilchsaft, welcher aber nicht das Galbanum liefert. In neue-rer Zeit sind andere Umbelliferen, Galbanum officinale Don,Opoidia galbanifera Lindley und eine Ferula-Art, welche inPersien zu Hause sind, als die Mutterpflanzen angegeben worden.

Das Galbanum ist schon seit den ältesten Zeiten als Me-dikament benutzt worden. Es wird aus Syrien, Persien undArabien über die Seestädte des Mittelländischen Meeres zuuns gebracht. Man unterscheidet im Handel, wie bei demAmmoniakgummi, eine Sorte in Körnern (Galbanum in gra-nis) und eine in Kuchen (G. inmassisj. Die erstere kommtwenig in den Handel, Sie besteht aus weissgelblichen oder,wenn sie alt ist, aus gelbbräunlichen Stücken. Beide Sortenhat die Ph. Bor. genügend beschrieben. Die Sorte in Kuchenist nur dann verwerflich, wenn sie sehr dunkelfarbig und mitHager. Kommentar Bd. II. 1