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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
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875
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I^nclura 6aIIiN'uin

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Auflösungen niedergeschlagen, indem er ihnen das Aussösungsmittel, dasWasser entzieht. Der Alkohol ist das geeignete Auflösungsmittel für vieleStoffe aus dem Pflanzenreiche, als für die Alkaloide, das Wachs und verschie-dene andere fette Stoffe, Harze, Balsame u. s. w., wogegen Gummi, Starke,Kleber, Eiweißstoff, Gallerte, Milchzucker u. s. w. darin unauflöslich sind.

I'inctul-a Kallai-um. Galläpfeltinctur.

In ein gröbliches Pulver gebrachte Galläpfel werden mitsechs Theilen rectificirtcn Weingeistes übergössen, und unter bf-term Umschütteln des Gefäßes einige Tage hindurch bei Seitegestellt. Die filtrirte Flüssigkeit werde in einem gut verschlosse-nen Gefäße aufbewahrt.

Der vorzüglichste Gebrauch der Galläpfeltinctur ist zur Entdeckungeiniger Metalle auch in ihren geringsten Spuren, besonders des Eisensund Titans. Sie ist das empfindlichste Reagens für das erstere und über-trifft darin auch das Cyaneisenlalium. Die Auflösungen der Eisenorydul-solze, wenigstens einiger derselben, werden nach dem Grade ihrer Verdün-nung entweder blaß pnrvurroth gefärbt, oder es erfolgt ein dunkel purpur-farbiger, dem Violetten sich nähernder Niederschlag. Ein Gran kohlensau-res Eisenorvdul in 4WMl> Th. mit Kohlensäure gesättigten Wassers auf'gelöst, zeigt auf den Zusatz von Galläpfeltinctur noch eine schwache Purpur-farbe ; ein Mineralwasser, welches ganz frisch geschöpft durch Galläpfeltincturkeine Purpurfarbe mehr annimmt, kann demnach auf ein Pfund168»Gran, nicht einmal j'5 eines Grans an kohlensaurem Eisenoipdul enthalten.Eine sehr verdünnte Auflösung des ganz frisch bereiteten schwefelsaurenEisenoipduls wird in den ersten Minuten nicht verändert, allmälig aberfärbt sich die Flüssigkeit violettblau. Die Auflösung, die nur ,1^2° schwe-felsaures Eisenorpdul enthielt, wurde noch blaß violettblau. Eine Auflö-sung des weinsteinsauren Cisenoryduls erhielt von der Gallustinctur einePurpurfarbe. Eine 2uu,aunfache Verdünnung der Auflösung des sublimir-ten salzsauren Eisenvryduls war die Grenze, bei welcher eine eben nochbemerkbare höchst blasse blaugraue Farbe zum Vorschein kam, doch setzt sichauch nach einigen Tagen nichts daraus ab. Bei 5a,nuafacher Verdünnungzeigte sich nach 24 Stunden noch ein bemerllicher freier, fast schwarzerNiederschlag. Die Galläpfeltinctur zeigt das Eisen in FälKn «n, wo dasCyancisenkalium ohne Reaction darauf ist, z. V. in der Auflösung desneutralen weinsteinsmren Eisens, wo die Reaction des Cpaneisenkaliumsnur eintritt, wenn freie Säure, sey es auch freie Weinsteinsäure, vorhan-den ist, wogegen im Allgemeinen freie Säure der Reaction der Galläpfel-tinctur auf die Metalloryde hinderlich ist. Die Eisenorpdauflösungen wer-den blau, bei größerer Concentration schwarzblau gefärbt, und es entstehtim letzteren Falle ein reichlicher dunkelblauer, fast schwarzer Niederschlag.

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