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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
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873
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reichlicher weißer Niederschlag, und die Grenze der noch eben bemerklichenTrübung findet erst bei l5,onufacher Verdünnung statt. Das Phosphor-saure Vleioryd, ein weißes, in Wasser unauflösliches Pulver, wird vonSalpetersäure aufgelöst, wogegen das schwefelsaure Vleioryd, wenn zugleichSchwefelsäure in der Flüssigkeit vorhanden war, nur in geringer Mengevon der Salpetersäure aufgelöst wird. Ferner werden die Weinsäure,Oralsäure, Citronensäure, Aepfelsäure, Bernsteinsäure durch die Auflö-sung des essigsauren Meierndes gefällt, alle diese Niederschläge sind aberin Salpetersäure vollkommen wieder auflöslich. Man bedient sich ge-wöhnlich des essigsauren Bleiorydes, die vegetabilischen Säuren aus ihrenVerbindungen mit Basen in den Flüssigkeiten abzuscheiden, und die Säu-ren aus den unauflöslichen Verbindungen derselben mit dem Nleioryde,durch Zersetzung derselben mittelst Schwefelsäure oder Schwefelwasserstoff-gas, rein darzustellen. Die Auflösung des essigsauren Bleiorydes kann auchzweckmäßig dazu benutzt werden, um den Schwefelwasserstoffgchalt, beson-ders der Mineralwässer, zu bestimmen, indem man das aus ihnen entwi-ckelte Gas durch eine mit Essigsäure übersetzte VIeizuckerauflösung streichenläßt, wo Schwefelblei niederfällt, nach dessen Menge die Menge des Schwe-felwasserstoffes berechnet werden kann; ian Theile Schwefelblei bestehenaus 86,55 Blei und ,3,45 Schwefel, und 4,55 Schwefel geben ä«n KnbikzollSchwefelwasserstoffgas. Die freie Essigsäure hindert, daß die etwa zugleichmit übergehende Kohlensäure nicht gleichzeitig kohlensaures Vleioryd aus-scheide. Eine paffende Form bei Prüfung der Mineralwasser auf Schwefel-wafferstoffgas ist die Anwendung von mit Bleizuckeraufiösung getränktenund wieder getrockneten Papierstrelfen, weil bei Anwendung der Auflösungder durch die gewöhnlich in Mineralwässern vorhandenen schwefelsaurenSalze reichlich entstehende Niederschlag von schwefelsaurem Vleioryd dasentstehende Schwefelblei umhüllt, und die Farbe dadurch versteckt wird. .^

^l^uor stanni muriatioi ox^üulati. SalzsaureZlNU«

ol'ydlllailstösling. (Zinnchlonirmlflosung.)

Man bereitet dieses Reagens durch Auflösen von reinem Zinn inreiner concentrtrter Chlorwasserstoffsäure in der Wärme bei einem Ue-berschusse von Zinn. Die Auflösung erfolgt unter Vntwickelung vonWasserstoffgas. Aus der gelblichen Flüssigkeit krystallisircn beim Erkaltenweiße Nadeln, die man in destillirtem Wasser auflöst, und die Auflösungin wohl verschlossenen Gläsern aufbewahrt.

Dieses Salz wirkt als Reagens durch seine große Anziehung zum Sauer-stoff, vermöge deren es alle diejenigen orydirten Substanzen, welche ihrenSauerstoff leickt abgeben, reducirt, und durch auffallende Farbenverände-rungen und Niederschläge die besondere Natur derselben anzeigt, E>' ist,nächst dem salpetcrsaureu O.i'ecksicherorydul, das empfindlichste Reagens fürGold, welches aus seinen Auflösungen mit Purpurfarbe durch dasselbe gc-

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