Druckschrift 
2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
Seite
851
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

, ^«Z

^^i^

'^.

^l^u» dÄlcariae

U5i

ten, bei l5,ooof«cher nach einer halben Stunde, bei 20,onnfacher nacheinigen Stunden, bei 9»,u0Ufacher nach etwa 12 Stunden, n»d die Grenzeder Trübung ist bei i»o,noofacher Verdünnung. l>) Ar senil säure.Der Niederschlag ist mehr flockig, und bei inufacher Verdünnung fastläsig, wird in einem Uebermaße der Säure aufgelöst, man muß daherdie auf Arseniksaure zu prüfende Flüssigkeit ins Kallwasser gießen, undnicht umgekehrt. Bei iL,0Wf«cher Verdünnung ist die Trübung nochim ersten Augenblicke merklich, nach 24 Stunden lagert sich noch einmerklicher flockiger Niederschlag ab; die Grenze ist die 2u,0<iufache Ver-dünnung. °) Phosphorsäure. Der Niederschlag ist flockig, imUe-beimäße der Säure auflöslich. Bei 4unufack>er Verdünnung erfolgt noch einleichter Niederschlag nach einer Viertelstunde; die Grenze ist bei 5«uofacherVerdünnung. 6) Arsenige Säure. Bei looofacher Verdünnungzeigt das Kalkwasser i'„ Gran weißen Arsenik noch durch eine sehr merklicheTrübung und weißen Niederschlag an; bei 2000f»cher Verdünnung undeiner solchen Menge der verdünnten Auflösung, daß 2'i Gran weißen Arse-niks darin enthalten ist, erfolgt noch nach einigen Stunden deutliche TnUvung. Die Grenze der Trübung findet bei zouufach« Verdünnung statt. DerNiederschlag ist in einem Uebermaße der arsenigen Säure auflöslich. Aufglühende Kohlen geworfen verbreitet er deutlichen Knoblauchgeruch, undlann auch zur Reduction des Arseniks in einer Glasröhre mit Kohle benutztwerden. «) Weinsäure. Der Niederschlag ist mehr pulverig, und ineinem Ueoerschusse der Säure leicht auflöskch. Bei inoofacher Verdünnungerfolgt die Trübung erst nach einer Viertelstunde, bei iü,«ll0f«cher ist sieaber noch merklich, l) Citron en säure. Bei snufacher Verdünnungerfolgt die Trübung erst nach einigen Minuten; die Grenze ist bei 8<wfacher.8)Schwefelsäure; auch dieconcentrirtebringt in den ersten Minu-ten leine Veränderung hervor, erst nach einer Viertelstunde setzen sich Nadelnvon schwefelsaurem Kalke an die Wände ab; der Gyps ist nämlich zwarauflislicher als der Kalk, aber durch die zugesetzte Schwefelsäure ist mehrals noch einmal soviel Gpvs gebildet worden, als Kalk vorhanden war.

3) Das Kalkwasser dient daher häufig bei Pflanzenanalysen, beson-ders bei Untersuchung der ausgepreßten Säfte aus Kräutern, Früchten,die Säuren, die damit schwerauflösliche Verbindungen geben, wie dieOralsäure, Weinsäure und auch die Citronensäure von der Aepfclsäurezu trennen, und das Daseyn dieser letzteren «uszumitteln.

4) Das Kallwasser kann auch zur Entdeckung und Abtrennung derBittererde aus ihren Verbindungen mit Säuren gebraucht werden, wennleine andere Erde, wie z. B. Thonerde, mit im Spiele ist. Bei iaou-facher Verdünnung der Auflösung der salzsauren Talkerde ist die Trü-bung im ersten Augenblicke eben noch merklich, bei iLnufacher Verdünnungerfolgt noch nach einigen Stunden ein lockerer Niederschlag, bei 2«uu-facher Verdünnung ist die Grenze einer merklichen Reaction.

5) Endlich dient das Kaltwasser, um gewisse Metalle in ihren salzigen

54 6

M,