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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
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^inoum sul^llul'lculn

Das schwefelsaure Zinkoxyd ist bereits im 44. Jahrhundert in Kirn-then aus schwefelhaltigem Zinke bereitet worden; allein es läßt sich wederder Erfinder noch die Zeit der Erfindung angeben. TheophrastusParacelsus, der in der ersten Hälfte des «6. Jahrhunderts lebte,behandelte schon den Zinkvitriol der Fabriken im aufgelösten Zustandemit gekörntem Zinke, um ihn dadurch gereinigt darzustellen. Dieser ge>reinigte und krystallisirte Zinkvitriol führte lange den Namen llill»?»r«cel5i, und wurde als Brechmittel gebraucht. <735 entdeckteV randtin Schweden die wahre Beschaffenheit des Zintvitriols, und lehrte ihn auchkünstlich aus Zink und Schwefelsaure zusammensetzen. Zu gleicher Zeitbeschäftigte sich auch Hellet in Frankreich mit diesem Gegenstande.

Wenn zur Bereitung des schwefelsauren Zinkorydes Zink mit verdünnterSchwefelsäure übergössen wird, so erfolgt die Auflösung des Metalls in derSäure unter Erwärmung der Msslgkeit und unter reichlicher Entwickelungvon Wafferstoffgas. Das metallische Zink kann als solches von der Schwe-felsäure nickt aufgelöst werden, diese hat aber ein großes Bestreben, sich mitdem Zinkoxyde zu verbinden, das Zink wird also auf Kosten eines AntheilsWasser oxydirt, dessen Sauerstoff sich mit dem Zinke zu Zinkoxyd verbindet,dessen Wasserstoff aber entweicht. Daß die Verbindung zwischen Zinkoxydund Schwefelsäure mit Erzeugung von Wärme erfolgt, hangt von der star-ten chemischen Verwandtschaft beider Körper ab. Wird die erhaltene schwe-felsaure Zinkauflösung mit metallischem Zinke in Berührung gebracht, soentsteht hier, eben wegen der großen Verwandtschaft der Schwefelsäurezum Zinkoxyde, ein elektrischer Vroceß, vermöge dessen die in der elektrischenAnordnung der Stoffe dem Sauerstoffe näher stehenden, also mehr negativ-elektrischen Metalle, Kupfer, Blei, Kadmium, durch das mehr positiv-elektri-sche, d. h. mehr basische Zink ausgeschieden werden, wogegen das dem Kaliumnäher stehende Eisen, welches also noch mehr basisch ist als das Zink, durchdasselbe nicht ausgeschieden werden kann. Die verschiedenen vorgeschlagenenMethoden, das Eisen von dem Zinke abzuscheiden, sind bei ^.incum ox^ä«.«um »lbum angezeigt worden. Da indessen zum gewöhnlichen pharmaceuti,schen Gebrauche ein geringer Eisengehalt nicht nachtheilig ist, so wird auchdie völlige Abscheidung des Eisens aus dem schwefelsauren Zinke von unsererPharmakopoe nicht gefodert, wenn nur die durch Abdampfen der klarenlauge erhaltenen Krystalle von den schädlichen Metallen sich frei zeigen. DieKristallisation dieses Salzes wird durch prädominirende Saure erschwert.

Die Darstellung des krpstallisirtm schwefelsauren Zinkorydes aus demkäuflichen Zintvitriol ist unzuläßig, weil dieser auch schwefelsaure Talk-erde enthält, die durch metallisches Zint noch weniger als das Eisen-olpdul abgeschieden werden kann.

Das schwefelsaure Zinkoryd bildet farblose, durchsichtige, prismatischeKrystalle, denen der schwefelsauren Talkerde ganz ähnlich. Je langsamerdie Abdampf.mg geschieht, desto schöner und größer sind die Krystalle. Ander Luft verwittern die Krystalle sehr langsam. In der Wärme zerfließen