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mit der Zeit in die violette Farbe übergehenden Niederschlagfallen läßt. Nach dem Erkalten sondere die zurückbleibendeMasse von dem Tiegel, zerreibe und mische sie mit

dem Zehnfachen heißen gemeinen Wassers,und digerire unter öfterm Umschütteln, daß das Auflöslichcgelöst und das Eisen, wenn von demselben noch ein Wenig inder Auflösung vorhanden ist, abgeschieden werde. Dann filtrire.Der klaren Flüssigkeit sehe hinzu

gerein igteskohlensauresNatron, in einer hin»reichenden Menge gemein enWassersaufgelöst,so lange als dadurch ein Niederschlag hervorgebracht wird. Die-ser werde gut ausgewaschen, getrocknet und in einem bedecktenTiegel geglüht, bis irgend eine Säure auf einen kleinen mitWasser gemischten Theil gegossen kein Aufbrausen hervorbringt.Dann bringe ihn noch warm in ein Glas, und bewahre ihn indemselben gut verschlossen auf.

Cs sey ein sehr weißes, im Glühen gelbes Pulver, unschmack-haft, geruchlos, weder Eisen noch Kohlensäure, welche auf dieoben angezeigte Weise ermittelt werden, enthaltend, «on Kadmi-um, Kupfer und Blei, die in der mit Schwefelsäure bewirktenAuflösung wie in dem schwefelsauren Zinke aufgefunden werdenkönnen, frei.

Hellst lehrte zuerst <725 die bessere Bereitungsart des weißen Zink-olyds durchs Erhitzen des Zinks im Schmelztiegel. Jedoch scheint es außerZweifel zu sepn, daß schon früher andere Chemiker schlechtere Verfahrungs-arten kannten, Zinkoryd zu bereiten. Spater war v. Crell, 17/6, dererste, welcher vorschlug, das Zinkoryd aus dem schwefelsauren Zinkorpdevermittelst Alkalien auszuscheiden, wozu van Mens das Aetztali «»zwwenden rieth. Die Herausgeber der ?Kar!n»o<,pae« Lurullic« von 1799schrieben hierzu das kohlensaure Kali vor. Indessen stimmte der auf dieseWeise erhaltene Niederschlag nicht mit dem durchs Glühen bereiteten Zink-oryde überein, es wurde also in der neuen Auflage der Pharmakopoe von18N4 vorgeschrieben, den erhaltenen Niederschlag nach gehörigem Anssüßendurchs Glühen von der Kohlensäure zu befreien. Da aber der gereinigteschwefelsaure Zink gewöhnlich noch eisenhaltig ist, welches Metall gleichfallsdurch das Altali ausgeschieden wird, und beim Glühen des Zinkorydes dem-selben eine bleibende gelbe Farbe ertheilt, so wurde in der dritten Ausgabeder preußischen Pharmakopoe vom Jahr 5812 das Verfahren dahin abge-Dult's preuß. Pharm»!. II. 53