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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
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787
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Dieses Salz wurde von Peter Seig nette, Apotheker in Nochelle,im Jahr 1672, und wahrscheinlich dadurch entdeckt, daß er zufällig aus derSoda gezogenes Alkali statt Potaschenkalis zur Sättigung der Weinstein-krystalle anwandte, um daraus den auflöslichen Weinstein, dessen Beschaf-fenheit und Bereitungsart damals noch wenig aufgeklärt war, zu bereiten.Von seinem Erfinder wurde es Polychrestsalz, nach ihm Seigneitesalz, undnach seinem Wohnorte Rochellersalz genannt. Der Name: Polychrestsalzdes Seignette (8nl pc>I^cl»-e5lum8eißnelle), blieb späterhin bis «uf dleneuesten Zeiten der gebräuchlichste. Die Entdeckung S eigne tte's wurdevon ihm und seinen Nachfolgern so geheim gehalten, daß sie su Jahre lang,besonders bei dem zuletzt häufig werdenden Gebrauche desselben, ein Mittelzu großer Wohlhabenheit des Entdeckers und der Seinigcn wurde. Erstnach der Unterscheidung des Alkali der Soda und der Masche durch H i e-ron 4?l2 wurde die Bereitungsart des Seignettesalzes durch GeoffroyundBoulduc, ohne daß der eine von den Versuchen des andern etwaswußte, i?2t entdeckt, indem sie zufällig das aus der Soda gewonnene al-kalische Salz zur Sättigung der Säure des Weinsteins anwendeten, nach-dem Voulduc es mit mehreren anderen Säuren versucht halte. Indessenerkannten beide die wahre Natur des Seignettesalzes noch nicht, welche erstnach der von Scheele im Jahr 1769 gemachten Entdeckung der Vestand-theile des Weinsteins erkannt wurde. i??4 gab Scheele, da damals dasNatron nur aus der oft schlechten Soda bereitet wurde, und andere Dar-stellungsarten des Natrons noch nicht bekannt waren, ein Verfahren an, dasSeignettesalz oder Soda/atz darzustelle», nämlich dadurch, daß er 2 Pfundgereinigten Weinstein mit Potaschenka/i sättigte, zu der heißen Auflösung 5Unzen 2 Drachmen Kochsalz zusetzte, die Auflösung zur Ausscheidung desschwefelsaure» Kalis aus der Potasche erkalten ließ, dann absiltrirte undzur Krystallisation abdampfte. Der erste Anschuß war Seignettesalz, auchder zweite, der dritte enthielt schon Digestivsalz und der vierte bestand ganzdaraus. Die vonScheele angegebenen Verhältnisse wurden später verän-dert, und zwar bis auftl Unzen Kochsalz zu 36 Unzen Weinstein. 4777beschrieb auch Wenzel ein Verfahren, durch Vermischen des neutralenweinsteinsauren Kalis mit schwefelsaurem Natron das Seignettejalz darzu-stellen, welches 4782 von Göttling genauer und vollständiger beschriebenwurde; auf 3 Tl>. in neutrales weinsteinsaures Kali verwandelten Weinstein2z Th. Glaubersalz. Da das hierbei entstehende schwefelsaure Kali schwe-rer auflöslich ist, als das Digestivsalz, so erhielt dieses letztere Verfahrenbald den Vorzug i8U5 machte Bu ch 0 Iz die Beobachtung, daß, wennman der Auflösung des Glaubersalzes eine bedeutende Menge weinsteinsauresKali mehr, als zur Bildung des Seignettesalzes gehört, zusetzt, neben oemSeignettesalze zuletzt auch ein reines weinsteinsaures Natron krystallisire.Da jedoch die Reinigung des Seignettesalzes von dem schwefelsauren Kalinicht ohne Schwierigkeit war, so kehrte man, nachdem das Natron häufi-ger wurde, nicht nur durch die Auffindung des natürlichen in Ungarn, so»-

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