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so lange im Kochen halte, bis sie eine innige Verbindung eingegangenwären, worauf er die zurückgehaltene andere Hälfte der Lauge hinzufüge,alles bei stetem Umrühren mit einem Spatel zur steifen Seifencousi-stenz verdunste, und als Spießglanzseife aufbewahre. l?Lü schrieb Wieg-let» vor, 2 Unzen Schwefelspießglanz und t Unze Schwefel in genüg-samer Aetztalilauge durchs Sieden aufzulösen, zur klaren Auflösung 3Unzen Mandel- oder Provenceröl zu setzen, und beides bei maßigemFeuer bis zur völligen Consistcnz der Spießglanzseife zu verdunsten.Eine ahnliche Vorschrift g,,b Klaproth i?8? mit etwas verändertenVerhältnissen und dem Zusätze, daß der fertigen Seife noch etwas Aetz-.lalilauge zugesetzt werden sollte, bis sie eine weißgraue Farbe angenom-men hat. 5?93 gab Hermbstädt eine Bereitungsweise an, in Folgewelche» Z Unzen trocknes Aetznatron in 46 Unzen Wasser gelöst, dieseAuflösung durch Kochen mir einer Unze Spießglanzschwefel und hieraufmit 5 Unzen Provenceröl verbunden, und nach dem Durchfeilen vi?zur steifen Eonsistenz verdunstet werden sollten. »793 machten endlichdie Herausgeber der ?l,!>lln«<)<ipoea Loru»,«» die noch jetzt beibehalteneVorschrift zur Bereitung der Spießglanzseife bekannt. Duflos (Verl.Jahrb. XX,VIII. 2. S. 215.) hat neuerlichst eine Vorschrift mitgetheilc,die an sich zweckmäßig ist und Beachtung verdiente. Eine dauerhafteVerbindung wird iedoch nach «einer Vorschrift erhalten, und es wür-de für den medicinlschen Hellapparat lein wesentlicher Verlust se»n,wenn dieses so wenig haltbare Präparat allmälig aus dem Gebraucheverschwände.
Die Auflösung des Goldschwefels in Aetztalilauge erfolgt unter dembei l^ilzuor 8,poni5 llibiÄli angegebenen Verfahren, auch ist der che-mische Proceß ganz derselbe, daher hier nur darauf verwiesen werdenkann. Das gebildete Doppelsulphuretum, aus Schwefelüillum undSchwefelspießglanz, ist, wie dort erwähnt worden, in Wasser auflöslich,läßt sich mit der zugesetzten medicinischen Seife vermischen, erleidet je-doch schon wahrend des Abdampfens durch den Einfluß der Luft einetheilweise Zersetzung, wodurch Goldschwefel ausgeschieden wird, und dieMasse sich färbt; durch zugesetzte Aetzlauge wird der erstere wieder auf-gelöst, und die Farbe verschwindet. Ist bei der Aufbewahrung derZutritt der atmosphärischen Luft nicht völlig abgeschloffen, so wird dasSchwefelkalium und zugleich das Schwefelstibium durch den Sauerstoffder Luft gänzlich zerlegt, Kali und Spießglanzoryd werden gebildet undSchwefel ausgeschieden; die Seife löst sich nun nickt mehr völlig auf,Sänren entbinden wenig oder gar kein Schwefelwasserstoffgas, schlagenwenig oder gar keine» Goldschwefel, sondern eiwas Spießglanzorydnieder. Einen zu großen Gehalt an Aetzkali entdeckt der atzende Ge-schmack.
Die Spießglanzseife wird in Pillen gegeben, doch müssen auch die>'ein einem zugestopften Glase vor dem Zutritte der Luft «eschützt werden.Dull'ö preuß. Pharma!, II. /^
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