liesina ^alapae
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feu«, oder besser in das Wasserbad, und befreit es durch Verdampfenvon den wäßrigen Theilen, bis eine von Zeit zu Zeit herausgenommeneProbe, auf ein laltes Blech gebracht, nach dem Erkalten sich brüchigzeigt, worauf man die Pfanne vom Feuer entfernt, das Harz noch warmherausnimmt, und es in Stängelchen rollt, die man nach dem Erkaltenaufbewahrt. Aus jedem Pfunde guter schwerer Ialapenwurzel erhält manbis 2 Unzen Harz. Hr. Apotheker Gummi (Buchn. Nepert. XXVI.482?. S. 106.) befolgt folgendes Verfahren: er weicht erst die ganze Ia-lapenwurzel mit kaltem Wasser ein, läßt sie 3 — 4 Tage liegen, seihetdie braun gefärbte Flüssigkeit ab, und gießt nochmals frisches Waffer aufdie Wurzel, die dann noch feucht recht klein zerschnitten, getrocknet, unddann gleich mit Weingeist von 65 —?n Proc. ausgezogen wird. Von imUnzen Wurzeln wurden il,' bis iZ Unzen reines Ialapenharz erbalten.
Sowohl Wolff als Torosiewitz (Buchn. Repert. XXIX. S.368, und 384.) haben die Vortrefflichkeit des von Gummi angegebenenVerfahrens bestätigt, indem nicht nur eine reichlichere Ausbeute anHarz, sonder» dieses selbst auch in reinerer Gestalt, nämlich von Erste-rem von weißlich grauer Farbe, erhalten wurde.
Ein gutes, wohl ausgewaschenes Ialapenharz hat, wie es gewöhnlichin geraden, länglichen, gedrehten Stängelchen vorräthig gehalten wird, einegelblichbraune oder auch dunkelbraune Farbe, ein glanzloses, unebenes, ris-siges Ansehen; auf frischem Bruche erscheint es mattglänzend, braungelblich,ist undurchsichtig, völlig trocken, fest, sehr spröde, leicht zerbrechlich undzerreibbar, von dem eigenthiimlichen, etwas widrigen Ialapengeruche, be-sonders wenn es gerieben, erwärmt oder auf glühende Kohlen gestreut wird,und von bitterlich scharfem, besonders hinten im Halse stark kratzendem Ge-schmacke. Es ist in Alkohol leicht auflöslich. Seine braune Farbe verdanktes einem eigenen braunfärbenden Stoffe, der ihm durch Kochen der geistigenAuflösung mit Blutlaugenkohle oder thienscher Kohle entzogen werden kann,wie Martins (Kastn. Archiv Vi. S. 582.) gezeigt hat, so daß es weißoder nur gelblich, übrigens unverändert, erscheint, und nach dem Schmelzengelb wird. Durch Behandlung mit Schwefeläther kann das Ialapenharz in1^5 eines Weich- oder Balsamharzes und in /« Hartharz zerlegt werden.Ersteres, aus der ätherischen Auflösung erhalten, ist nach C a de t de G «s-sicourt sVuchn. Repert. VI. S. 22.) dunkelbraun, in dünnen Lage»durchsichlig, von der Consistenz eines Pflasters, fettig und weich anzufüh-len, es macht auf dem Papiere einen Fettfleck, wird in der Warme leichtzersetzt, wobei sich ein bituminöser Geruch und eine erstickende Schärfe ver-breitet und Kohle zurückbleibt. Von kaustischem Natron wird es aufgelöst,und wird daraus durch Schwefelsaure nicht gefällt- Das zweite ist in Aetherunauflöslich, und wird aus der Auflösung in kaustischem Natron von Schwe-felsaure mit gelber Farbe gefällt. Das Ialapenharz besteht also aus zweimit einander vermischten Harzen. Es ist gänzlich, sowohl in Essignaphthaals in Essigsäure auflöslich. In Terpenthinöl, sowie in andern ätherischen
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