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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
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670
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670 ?Iumbum aoeticum tlepuratuin

Nimm: rohes essigsaures Blei zwölf Theile.Löse es auf in

einer hinreichenden Menge heißen desiillirtenWas-»sers,wobei man hinzumischt

destillirtcn Essig einen Tbeil.Die Flüssigkeit werde filtrirt und in Krystalle gebracht. Daszurückbleibende Fluidum werde, mit Hinzufügung derselben Mengedestillirtcn Essigs, verdampft, damit es von neuem Kry»stalle absetze, und die Operation werde wiederholt, so oft farb-lose Krystalle erhalten werde». Bewahre sie vorsichtig in gutverstopften Gefäßen an einem dunkeln Orte auf.

Krpstalle, welche in Wasser aufgelöst einen Bodensatz fal-len lassen, müssen verworfen werden.

Schon bei ^eelum plumbicum ist erwähnt worden, daß die Ver-bindung des Bleiorpds mit der Essigsäure in flüssiger Gestalt als Vlei-essig bereits dem Basilius Valentinus im 14. Jahrhundert be-kannt war, er kannte aber auch die feste Verbindung, den Bleizucker,gleichfalls. Dieses Präparat, welches anfangs bloß von Chemikern be-reitet worden, wurde später in eigenen Fabriken in Holland, England,Frankreich und Deutschland gewonnen. Das Verfahren, welches hierbeibefolgt wird, ist im l. Th. S. 792. angegeben worden.

Dieses Salz muß aber durch Auflösen und Umkrystallisiren zummedicinischen Gebrauche gereinigt werden. Die Auflösung geschieht indestillirtem Wasser nnt emem Zusätze von destillirtcm Essig, weil dasläufliche Salz häufig schon durch Verwitterung einen Theil seiner Essig-säure verloren hat, und daher nicht ganz auflöslich in reinem Wasser ist.

Das essigsaure Vleioryd schießt, schnell erkaltet, in Nadeln, und lang-sam erkaltet, in großen platten, vierseitigen Prismen an. Es hat einensüßen und nachher zusammenziehenden Geschmack, und wird sowohl vomWasser als von Alkohol aufgelöst; von Wasser erft'-rt es bei mittlererTemperatur nur 2 Th, zur Auflösung. Bei einer erhöhten Temperaturschmilzt es in seinem Krpstallwaffer. In trocknerLuft fatiscirc es, undwird nach einiger Zeit von der Kohlensäure der Luft zum Theil zersetzt,wobei Essigsäure verdampft. Im luftleeren Räume über Schwefelsäurezerfallt es zum Pulver, und verliert sein Krpstallwaffer gänzlich. Es wirddurch Destillation zersetzt, und giebt eine bedeutende Menge der ätherarti-gen Flüssigkeit (Kpinlu« 8»lui-ni der Alten), die sich gewöhnlich bei derZersetzung essigsaurer Metallsalze bildet, aber diese wird hier ziemlich freivon eingemischter Essigsäure erhalten. Mit Schwefelsäure destillirt, läßt