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VI«» lecti/ioata
den spielenden Blattern, und ein anderer destillirt als ein saures Oelüber, das noch einen Antheil der «»zersetzten Verbindung aufgelöst ent-hält. Diese Zersetzung erleidet sie in noch höherem Grade, wiewohlebenfalls nicht vollständig, wenn sie mit dem 5- bis 6f«chen Gewichteungelöschten Kalks in einem Destillationsgefäße bis zu -^ 60° erhitztwird. Das überdestillirende Oel ist dann frei von Säure. Dasselbe istflüchtig, dünnflüssig, farblos und durchsichtig, ist aber kein Citronenölmehr, sondern ein anderes Oel, welches ChlorwasserstMäuregas in ge-ringer Menge absorbirt und sich dadurch schwärzt, ohne wieder die krv-stallisicte Verbindung hervorzubringen.
Die feste Verbindung ist in Wasser unauflöslich, aber bei -l- 54°in 6 Th. Alkohols von o,8«6 auflöslich. Sie wird von concentrirterSchwefelsäure, unter Entwickelung von Chlorwasserstoffsäuregas, aufge,löst. Die Auflösung ist gelb, bildet mit Wasser eine Emulsion, woraufein sehr verändertes, grüngelbes, dickes und stinkendes Oel schwimmt.Rauchende Salpetersäure greift dieselbe in der Kälte wenig an. Sielöst sich darin zum Theil auf, zum Theil wird sie dadurch zerstört. Derzersetzte Theil fällt die Silberauflösung, »der der aufgelöste bewirkt dieFällung nur in dem Grade, »ls er zersetzt wird. Von Chlorwasserstoff-saure wird dieselbe nickt aufgelöst oder verändert.
Von undestillirtem Citronenöl erhält man mit Chlorwasserstoffsäuregasweit weniger von der krpstallisirten Verbindung; es wird dadurch dunkler,setzt Krpstalle erst bei -l- lu° ab, enthält eine schwarze, zähe Substanz nebsteinem gelben Farbestoffe aufgelöst und setzt einige Tropfen einer braunen undschweren Flüssigkeit «b, die sich nicht mit dem sauren Oele vermischen läßt.
Die trpstallisirte Verbindung gab nach de Saussure, durch Zer-setzung mit Salpetersäure, iu8,7 Proc. Chlorsilber, welche 27,«ProcentChlorwasserstoffsäure entsprechen, oder wonach <nn Th. Oel mit 38,>2Tb ChlorwasserstoMuregas verbunden sind, was also einen geringerenSäuregehalt in der krystallisirten, als in der flüssigen Verbindung aus»weist, da nämlich das Citronenöl 49 Procent an Gewicht zunimmt.
Das rectificirteSteinöl, durch dreimalige theilweise Destillationgereinigt, kommt nach de Saussure auf ein spec. Gew. von 9,758 beil9° R. herab (die persische Naphtha hat nach Thomson ein spec. Gew.von «,753), ist wasserhell, so flüssig wie Weingeist, kocht bei 85,5°. Spec.Gew. seines Dampfes — 2,832, das der Luft — !,«; hat einen schwa-chen flüchtigen Geruch und ist fast geschmacklos. Es wird durch Licht undLuft nur sehr langsam verändert, und verhärtet zu einer Substanz, diejedoch kein Asphalt ist. Durch eine glühende Porzellanröhre geleitet liefertes sehr dichte metallische Kohle, brenzüches, theils braunes, theils krystalli-nischcs Oel und Gas. Das mit Steinöldampfe gesättigte Sauerstoffgasverpufft nur bei Zusatz von mehr Sauerstoff unter Zerschmetterung der Ver-puffuiigsröhre. Das Steinöl verwandelt das hindurchgeleitete Chlor inChlorwasserstoffs«»«, die mit dem Oele eine rauchende, leichter als das reine