Kali aceticum
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das Salz zur staubigen Trockne gebracht, so bringt man es noch warm in eineerwärmte Glasflasche mit eingeriebenem Glasstöpsel, u. bewahrt es darin auf.Aus 4L Unzen kohlensaurem Kali erhält man bis 2U Unzen essigsaures Kali.Trommsdorff (Taschenbuch für 1825. S. t.) hat das von West-rum b und auch von V u ch 0 l z empfohlene Verfahren, das essigsaure Kalidurch gegenseitige Zersetzung des essigsauren Bleiorydesund des schwefelsau-ren Kalis zu bereiten, neuerlichst geprüft. Er fand, daß die zur Zersetzungdes essigsauren Bleiorydes erfoderllche Menge schwefelsauren Kalis bei wei-tem größer sey, als sie es der stöchiometrischen Proportionslehre nach seynsollte, und zwar aus dem Grunde, weil das schwefelsaure Kall mit demerzeugten schwefelsauren Vleiorude eine Verbindung und somit in den Nie-derschlageingeht, und nur die Aufioslichleit des schwefelsauren Kalis scheintdas Hinderniß zu seyn, daß nicht eine wirklich chemische Verbindung, einDoppelsalz, entsteht, denn das mit dem schwefelsauren Bleioryde mit nie-dergefallene schwefelsaure Kali läßt sich durch wiederholtes Kochen von demNiederschlage trennen. (Die Verwandtschaften der Salze bei Bildung einesDoppelsalzes sind aber auch nicht mehr so mächtig, als bei Verbindungendes ersten und zweiten Grades; werden nun durch Wärme :c. sogar Ver-bindungen zwischen sehr verwandten Stoffen aufgehoben, so darf es unsauch wohl nicht wundern, daß diese Verbindung zwischen schwefelsauremKali und schwefelsaurem Bleioryde, die ein wirkliches Doppelsalz zu seynscheint, durch die Eiuwirtimg des Wassers und der Warme zerlegt wird,und in ihre Bestandtbeile zerfällt. D.) Wird das schwefelsaure Kali unddas essigsaure Bleioryd in den stöchiometrischen Verhältnissen angewendet,so erfolgt nur dann endlich eine vollständige Zerlegung, wenn die Mischungbei einer gehörigen Wassermenge anhallend gekocht wird. Um dieses unnö-thig zu machen, giebt Trommsdorff folgende Vorschrift: 64 Unzen wei-ßes essigsaures Bleioryd löse man durch Kochen in seinem vierfachen Ge-wichte kochenden Wassers auf; die Auflösung kann meinem zinnernen Kes-sel vorgenommen werden. Dann setze man allmälig untergelindem Kocheneine Aufiösung von 5l Unzen schwefelsaurem Kali in 6TH. kochenden Was-sers hinzu, und lasse die Mischung eine halbe Stunde lang gelind sieden.Man entferne das Gefäß vom Feuer, und sondere durch Absetzen und Fil-tnren die Auflösung von dem Niederschlage ab, den man noch einigemalmit heißem Wasser auswaschen kann. Sämmtliche Flüssigkeiten verdunsteman bis zum vierten Theile. und versetze sie nach dem Erkalten in einemgläsernen Gefäße so lange mit hvorothionsaurem Wasserader lasse das Gasdurchstreichen), als noch ein Niederschlag i» der kleinen abfiltrirten Por-tion Flüssigkeit erfolgt. Dann sondere mau den entstandenen schwarzen Nie-derschlag ab, verdunste die Flüssigkeit bis zur Erscheinung eines Salzhäut-chens, und lasse das dabei noch befindliche schwefelsaure Kali herauskrvstal-lisiren. Endlich rauche man mit Behutsamkeit bis zur Trockne ab. Manwird 29-zu Unzen eines reinen weißen essigsauren Kalis erhalten, in wel-chem sich nur eine Spur von schwefelsaurem Kali befindet.
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