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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
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schon 1608 in den Schriften vonVeguinvor, und wird l>l,eo mil'ß,.wl genannt. Im I. 1696 gabLeMort ein Verfahren an, nach wel-chem lebendiges Quecksilber mit Kochsalz «erwischt, und das Gemisch mitdem doppelten Gewichte Colcvthar sublimirt werden sollte. Im Jahr 1735theilten die Herausgeber der altern l>l,Äi-w»c°poe» LäinburZenli« eineVorschrift zur Bereitung dieses Präparats mit, nach welcher t Th. Aetz-sublimat mit 3 Tb. Quecksilber sublimirt werden sollten, und die auch baldallgemein als höchst zweckmäßig anerkannt wurde. Baum« machte l?72bekannt, daß jeder versüßte Quecksilbersublimat im Pfunde i bis > Quent-chen ätzenden Sublimat enthalte, und daß es nithig sey, zur Absonderungdieser nocktheiligen Beimischung das Präparat zu zerreiben, und mit Sal-miakwasser auszukochen. Scheele lehrte 1778 dieses Präparat auch aufnassem Wege durch Zerlegung einer Auflösung von Quecksilber in Sal-petersäure durch eine Auflösung von Kochsalz zu gewinnen, worauf erwahrscheinlich durch frühere Erfahrungen Voerhaave's, Lemery'sund Neuma n n's über diesen Gegenstand geleitet worden war. Buch-olz verbesserte später 18U1 und 18»? dieses Verfahren Scheele's, undzeigte gegen die Meinung anderer Chemiker, daß sich auf diese Weiseein reines Präparat gewinnen lasse. Hagen empfahl 1792, um dasmühsame und gefährliche Jusammeureiben zu vermeiden, das laufendeQuecksilber auf den gepulverten Aetzsublimat in dem Sublimirgefäße zu schüt-ten, und das Ganze wiegewohnlich zu sublimiren. Vucho lz und Anderefanden jedoch, daß hierbei ein größerer Antheil als gewöhnlich Aetzsublimatund Quecksilber unverändert in die Höhe gehe, ehe Kalomel gebildet werde.

Um dieses Präparat auf dem von der Pharmakopoe vorgeschriebenentrocknen Wege zu bereiten, werden 4 Th. ätzender Sublimat in einem stei-nernen Mörser zerrieben, und mit etwas Alkohol befeuchtet, um das Stäu-ben zu verhüten. Dann setzt man ö Th, reines metallisches Quecksilberhinzu, und reibt das Ganze so lange unter einander, bis man wenig Queck-silbertügelchen mehr wahrnimmt, und alles in eine graue Masse verwan-delt ist. Diese trocknet man wieder bei gelinder Wärme, und schüttet sienach der Menge derselben in 12 bis 18 Unzen haltende Mirturgläser vonguter gleichförmiger Beschaffenheit, die nicht allzudick sind, und eine etwasweite Mündung haben, «der man wählt auch Sublimirlölbchen von dünnem,gut gekühltem grünem Glase; die Gefäße dürfen nur zum vierten, höchstensdritten Theile damit angefüllt werden, und sie werden nun in eine g»t zie-hende Sublimircapelle so eingesetzt, daß nur 1 Zoll hoch Sand unter je-dem Glase bleibt, und die Gläser so weit mit Sand umgeben werden kön-nen , daß etwa nur der vierte Theil ihrer Höhe unbedeckt bleibt. Nungiebl man anfangs gelindes Feuer, damit alles gehörig durchwärmt werde,und verstärkt solches hernach soweit, daß der Inhalt der Gläser anfängtsich zu verflüchtigen. Ist nun das sich anfangs sublimirt habende überschüs-sig zugesetzte Quecksilber verflüchtigt worden, so verstopft man die Mün-dung der Gläser ganz locker mit einen, Kreibenstopsel, entfernt mit Behut-