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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
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418
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allein erfoberlich märe, und so findet sich denn nach Beendigung desProcesses «!s Rückstand in der Retorte schwefelsaures Natron, schwefel-saures Manganorydul, noch unzersetztes Mangansuperoryd mit denfremdartigen Stoffen desselben; aus Rücksicht auf diese muß auch vondem Braunstein ein sehr überwiegendes Verhältnis angewandt werden.

Die Zweckmäßigkeit des zur Chlorbercitung vorgeschriebenen Appa-rates ist einleuchtend, indem durch diese Vorrichtung das aus der Retorteentweichende Gas erst durch Wasser gehen muß, und auf diese Weisegewaschen, von allen fremdartigen mechanisch übergerissenen Theilchen,von ««zersetzter Chlorwasserstoffsaule befreit und gereinigt, in den ober»Raum der vorgeschlagenen Netorte gelangt, aus welchem es durch dasdaselbst angebrachte gekrümmte Gasleitungsrohr in die pneumatischeWanne geleitet wird. Diese muß mit warmem Wasser gefüllt sepu, weildas Chlorgas in kaltem Wasser sehr austösllch ist; noch besser vermeidetMan den Verlust an Chlorgas, wenn ma» zum Auffangen desselben einegesättigte Hochsalzauflösung anwenden wollte, in welcher die leeren In-tervalle des Wassers durch die Salztheilchen bereits ausgefüllt sind, undlein Gas oder doch nur sehr wenig ausnehmen tonnen; indessen bleiben Theil-chen der Salzlösung an den Wänden des Glases hangen, und ein insolchen Flaschen aufgefangenes Chlorgas würde zur Bereitung des Chlor-wassers, der einzigen medicinischen Anwendung des reinen Chlors, durch-aus untauglich seyn. Mit Recht verlangt daher die Pharmakopoe, daßdas Chlorgas in mit destillirtem Waffer angefüllten Flaschen aufgefangenwerden soll; das desiillirte Wasser kann indessen erwärmt sepn.

Das Chlor bildet bei der gewöhnlichen Temperatur und dem gewöhn-lichen Drucke der Luft ein Gas, das indessen zu den coerclbeln gehört- DasChlorgas hat eine dunkelgelbe Farbe, nach Einigen findet sich etwas Grün-liches dabei, wonach es von H. D avy den Namen Chlor erhalten hat. Jemehr es mit atmosphärischer Luft vermengt ist, desto blässer ist es. Es hateinen eigenthümlichen erstickenden Geruch, welcher ein Gefühl von Trocken-heit in der Nase und eine Reizung in der Luftröhre mit Druck auf derBrust hervorbringt, was kürzere oder längere Zeit anhält, je nachdem dieLuft, die man eingeathmet hat, mehr oder weniger mit Chlorgas vermischtwar. Die Symptome gehen leicht in Schnupfen mit Kopfweh und gelin-dem Fieber über. Reines Chlorgas ist beim Einathmen absolut töbtlich.Sein spec. Gewicht ist 2,47. Es unterhalt das Verbrennen sehr vielerKörper, und die meisten entzünden sich darin bei der gewöhnlichen Tempe-ratur der Luft, wodurch es sich sowohl vom Sauerstoffe als vom Schwefelnnlerschndet. Ein großer Theil der Metalle (vor allen Stibinm), wenn siegepulvert hineingebracht werden, entzünden sich darin und glühen fort, d, h.die Ausgleichung des elektrischen Gegensalzes Micken Chior und den Metal-len erfolgt unter Feuererscheinung. Dies« Verbindungen werden Chlorme-talle genannt, und gehören zu der Classe der Haloidsalze. Auch dasVerbrennen anderer brennbarer Stoffe wird vom Chlorgase unterhalten.