Ferrum inuilaticum ox^äulalum
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Olyde werden aber nach der andern Theorie erst indem Momente der Aus-scheidung gebildet, und zwar dadurch, daß das Kali, damit das metallischeNadical desselben, das Kalium, wegen näherer Verwandtschaft sich mit demChlor verbinden könne, seinen Sauerstoff abgeben muß, welcher sich nunmit dem Eisen verbindet, so daß Eisenoryoul und Eisenolyd, nicht abermetallisches Eisen niederfallen muß. Eisenorpdul kann aber im erste««Falle deswegen nur ausgeschieden werden, weil das Cisenchlorür wenigerChlor enthält, daher auch weniger Kalium erfodert, demnach aber auchnur weniger Sauerstoff aus dem Kali ausgeschieden wird, welches geradehinreicht, das ausgeschiedene metallische Visen in Oiydul zu verwandeln,wogegen im zweiten Falle soviel Kali zersetzt wird, daß der Sauerstoff des»selben das ausgeschiedene Eisen in Oryd umschafft. Im wasserfreien, ge«glühten Zustande werden beide Salze allgemein als Chlorverbindungen an-genommen. Man erhält namlicy wasserfreies Cisenchlorür, wenn chlorwas-serstoffsaures Gas über glühendes Eisen geleitet wird, wobei Wasserstoffgasentweicht, und auf dem Eisen sich ein weißes Salz in kleinen Krystallenabsetzt, oder, wenn die Hitze sehr stark ist, sich in kälteren Theilen des Ap-parats sublimirt. So erhält mau auch das Eisenchlorid auf dem trock-nen Wege, wenn Chlorgas über gelind erhitztes Eisen geleitet wird, wobeisich ein rothes sehr flüchtiges Salz sublimirt. Diese unmittelbare Verbin-dung von Chlor mit Eisen erfolgt (ähnlich der Verbindung von Sauerstoffmit Eisen) mit Feuererscheinung, wenn man eine Stahlfeder, an einemEnde mit brennendem Zunder versehen, in Chlorgas eintaucht; die Stahl»feder verbrennt mit rothem Glühen zu Eisenchlorid, das sich sublimirt twieim Sauerstoffgase zu Eisenoryd). Demzufolge ist die crstcre Verbindungim wasserleeren Zustande eine Verbindung von i Atom Eisen mit i AtomChlor, Cisenchlorür, einfach Chloreisen, l?e S! —781,863, und bestehthiernach berechnet in lou Tb. aus 43,386 Eisen und 56,614 Chlor. I.Davy fand auf analytischem Wege 46,57 Eisen und 53,43 Chlor. Diezweite Verbindung ist im wasserleeren Zustande eine Verbindung von l At.Eisen mit iz At. Chlor, oder, was dasselbe ist, aus 1 Doppelat. Eisenmit 3 At. Chlor, Elsenchlorid, anderthalb Chloreisen ^e<)p—20U6,3?6,und besteht hiernach berechnet in 10a Th. aus 33,813 Eisen und üa,i87Chlor. I. Davy fand auf analytischem Wege 35,1 Eisen und 61,9 Chlor.Das Cisenchlorür zieht, wenn es an der tust stehen bleibt, Feuchtig-keit an, und zerfließt, es muß daher, wie auch die Pharmakopoe vor-schreibt, sogleich iu ein gut verstopftes Glas gethan weiden. Bleibt einsolches zerflossenes Präparat oder eine Auflösung desselben dem Zutritte deratmosphärischen Luft ausgesetzt, so zieht es Sauerstoff daraus an, und esfällt ein basisches Eisenchlorid nieder, welches in der salzhaltigen Flüssigkeitunauflöslich ist, in reinem Wasser aber sich auflöst, und in einer sehr ho-hen Temperatur zersetzt wird in neutrales Cisenchlorid, welches sich ver-flüchtigt, und in Eisenoryd, welches zurückbleibt. Aus diesem Grunde mußdenn jede Auflösung des Eisenchlorürs in Wasser, Weingeist, vor der at-
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