Lxti'actuiu Ll'aminiz lic^ui^um. Flüssiges Quecken«enract.
(^VIsII°»^o Lrnminig. Queckcnhonigdicksaft.)Nimm: frische Queckenwurzeln zwölf Pfund.Zerschnitten zerstoße sie in einem steinernen oder eisernen Mdr<fer, unter allmäligem Zusetzen von
neun Pfund gemeinem Wasser.Presse den Saft aus, reinige diesen durch Absctzenlassen undkoche ihn bis zur Abschcidung der eiweißartigen Substanz, colireund bringe ihn bei gelinder Hitze zur Dicke eines frischen Honigs.Bewahre ihn in gut verstopften Gefäßen an einem Orte vonmaßiger Temperatur auf.
Es sey schwärzlich braun, mit Wasser Line llare brauneAuflösung gebend, von süßem Geschmacke, von angenehmemnicht saurem Gerüche.
Auf dieselbe Weise werde bereitet und aufbewahrt:Hxtraotuin l'araxaei liyniäuin. Flüssiges Löwenzahn«
extract,
(MeIl«Ao l'ai-axZci) Löwenzahn-Honigdicksaft), wel<ches braun seyn, und im Wasser eine klare brauneAuflösung geben muß (zu welchem Zwecke das Ex-tract, wenn es nöthig seyn sollte, nochmals aufge-löst und eingedickt werden muß), von bitterlichem,nicht saurem Geschmacke.An merk. Die auf diese Weise bereiteten Ertracte können nurzur Frühlings- und Sommerszeit verlangt werden. 3ur Win-terszeit dagegen werden sie wie das Wermuthcrtract bereitet,aber die durch Aufguß erhaltenen Flüssigkeiten werden nur zurDicke eines frischen Honigs gebracht.
Diese flüssigen Ertracte, und besonders das flüssige Queckenertract, sindsehr leicht dem Verderben unterworfen, gehen sehr bald in die saure Gah-rung über, was sich durch Vlasenwerfen, sauren Geruch und Geschmack zuerkennen giebt. Sie sind daher auch nur zu Frühlingscuren im Gebrauche,und lassen sich in dieser Zeit auch gut aufbewahren, ebenso auch frischbereiten. Wenn sie noch zur Sommerszeit verlangt werden, so kann mankleine Mengen davon recht gut dadurch bereiten, daß man die durch Auf-
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