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durch ein Alkali zersetzt wird, so geht bei höherer Temperatur die Flüssig-keit klar durchs Filtrum, beim Erkalten aber scheidet sich das Chinin inschwarzen Flittern oder Blättchen ab, welche sich zweigförmig oder zu kleinenWölbungen gruppiren. Sowohl das käseartig gefällte Chimn, als das kry-stallisirte, sind das Hydrat der Nase. Beim gelinden Erhitzen entweichtWasser, welches zwischen 3 bis 4 Procent beträgt sl At. Waffer auf < At.Base), Die Masse schmilzt zu einer durchsichtigen Flüssigkeit, welche nachdem Erstarren durchscheinend, einem Harze ähnlich ist, und wie dieses beimReiben stark negativ - elektrisch wird. Wird es im luftleeren Räume ge-schmolzen, so wird e^ beim Erstarren krystallmisch, auf der Oberstäche zeigensich mehrere Krystallsterne, und der Bruch ist krvstallinisch. Wird diegeschmolzene Masse in Wasser gelassen, so schwillt sie allmälig auf, zerfälltund wird zu Hydrat. Das Chinin hat einen äußerst bitteren Geschmack,welcher vollkommen der eigenthümlichen Bitterkeit der Chinarinde gleich ist,die auch davon herzurühren scheint. Es stellt die blaue Farbe des geröthctenLackmuspapiers wieder her. Im Wasser ist es ziemlich auflöslich; 200 Th.kochenden Wassers lösen t Th. Chinin auf. Vom Alkohol wird es in gro«ßer Menge und leichter als das Cinchonin aufgelöst; beim Abdampfen setztes sich daraus als eine weiche klebrige Masse ad. Auch von Aether wirdes aufgelöst, in geringem Grade und mit Hülfe der Warme auch vonflüchtigen und fetten Oelen. Nach Pelletier und Dumas ist dasChinin zusammengesetzt aus 75,u» Kohlenstoff; 6,68 Wasserstoff; 8,45Stickstoff und 40,4« Sauerstoff, was am nächsten kommt: 6">l!"N'0'^3N58,337. Mit den Sauren, die davon völlig ueutralisirt werden, siebtes intensiv chinabittere Salze, von denen die krystallisirten sich durch einenPerlmutterglanz auszeichnen. Viele sind in Wasser, und einige derselbenauch in Alkohol und Aether auflöslich. Die auflöslichen werden von Oral-saure, Weinsäure und Gallapfelsäure und ihren Salzen gefällt; eben soauch von Galläpfelinfusion. Die Sättigungscapacität des Chinins ist 2,l8,und seine neutralen Salze bestehen aus 5 At. Basis und 2 At. Säure.Das schwefelsaure Chinin bildet zarte, seidenartig glänzende (gewöhn-lich büschelförmig zusammengehäufte) etwas biegsame Nadeln und länglicheBlättchen. Es hat einen sehr stark bittern Geschmack, ist wenig in kaltem,leichter in heißem Wasser löslich, beim Erkalten herauskrystallisirend, inWeingeist sehr leicht, in Aether höchst wenig löslich. Es besitzt die merk-würdige Eigenschaft, bei einer Erhitzung bis zu lnn° C. mit einem phos-phorischen Scheine zu leuchten, vorzüglich wenn dabei eine schwache Rei-bung stattfindet. Man schütte 2 — 3 Unzen in eine Glasflasche und setzesie eine halbe Stunde hindurch der Hitze des siedenden Wassers aus. BeimSchütteln der Flasche verbreitet sich ein ziemlich starkes weißes Licht. Daßdieses eine elektrische Erscheinung sey, zeigt das starke Auseinanderweichender Strohblättchen des Eleltroskops, wenn dem Knopfe des damit verbun-denen Condensators das eme Ende des in die Flasche hineingesteckten Me-talldrahtes genähert wild, und zwar zeigt sich stets positive Glettricität.
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