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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
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295
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Pulver mit z, Z oder höchstens gleichen Theilen kalten Wassers odernoch besser Schnee, so wird bei der Auflösung Kalte hervorgebracht, dieum so größer ist, je kälter das Wasser oder der Schnee war.

Das Chlorcalcium schießt, wenn die Auflösung desselben bis zurSyrupsdicke abgedampft und dann abgekühlt wird, in farblosen, durch-sichtigen, vier» und sechsseitigen gestreiften Säulen an, mit scharf zu-laufenden Cndspitzeu, von 1,76 spec. Gewicht, die aber in warmer Luftin ihrem Krpstallwasser zerfließen. Das zur Trockne abgerauckte Chlor-calcium stellt ein weißes Pulver dar, das schnell an der Luft zerfließt.Das geschmolzene Salz hingegen ist eine weiße durchscheinende feste Massevon krystallinischem Gefüge, die sich mit Wasser stark erhitzr, aus derLuft ebenfalls Feuchtigkeit anzieht und zerstießt. Das Chlorcalcium schmeckterwärmend, scharf, bitter, salzig. Sowohl das geglühte als das krystal«lisirte Chlorcalcium ist in Wasser und Alkohol auflöslich, und die letztereAuflösung brennt, wenn man sie anzündet, mit einer schönen gelbrothenFlamme. Es ist feuerbeständig, schmilzt aber in der Glühhitze. Chlor-calcium absorbirt Ammoniakgas, schwillt dabei auf und zerfällt zu Pulver.Bringt man das so gesattigte Chlorcalcium in Chlorgas, so entzündet essich, und es wird Chlorwasserstoffsäure, Stickgas und Salmiak gebildet.

Das geschmolzene Chlorcalcium ist L»-Gl —698,669, und bestehthiernach aus 56,65 Calcium und 65,55 Chi«; das lcystallisirte Salz istCa^l -l- 6Ü — 5373,543, und enthält in lonTH.: Chlorcalcium 50,37;Wasser 49,tZ. Wird Chlorcalcium mit Kalkhpdrat gekocht, die Auflösungkochend heiß siltrirt, und langsam erkalten gelassen, so schießt dreifachbasisches Chlorcalcium, c^OI -^ 3(>'« -s- 4 5 Ü--3453,91 l sder Rück-stand von der Ammonialbereitung ist eine solche Verbindung), in lan-gen, schmalen, platten und dünnen Krvstallen an, die aus 2n,23 Chlor-calcium, 30,92 Calciumoryd (Kalkerde) und 48,85 Wasser bestehen. DieKalkerde enthält dreimal so viel Calcium als das Chlorcalcium, unddas Wasser dreimal so viel Sauerstoff als die Kallerde. Sowohl Alkoholals Wasser zersetzen dieses Salz, und ziehen Chlorcalcium mit Hinterlassungdes Kalkhydrats aus. Wird dieses Salz geschmolzen, so erhält man nachdem Erstarren eine Masse, die, wenn sie dem Sonnenlichte ausgesetzt wor-den, im Finstern leuchtet, wenn man daran schlägt. H 0 mberg hatte siePhosphorus genannt, sie erhielt daher den Namen Homberg'sPhosphor.

Reines Chlorcalcium muß völlig weiß seyn, auch beim Glühen leineFärbung erleiden, und sich in Alkohol und Wasser völlig auflösen. Die Auf-lösung reagirt nicht auf die Papiere, und wird durch Aetzammoniak nicktgefallt. Entstände eine Fällung von rother und weißer Farbe, so würdedie erstere auf Eisen, die zweite auf Alaunerde deuten. Von dem Eisenge-halte könnte das Präparat durch Kochen mit etwas Kalk, der das Eisenniederschlägt, befreit werden. Andere metallische Beimischungen werdendurch Schwefelwafferstoffwasser angezeigt, z. B. wenn der Rückstand von derBereitung der Aetzammoniakflüssigkeit aus einer kupfernen Blase für reines

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