286 LismutKuin nitr/icnm prZecipltatnm
gestio« mit recht starkem Alkohol entfernen. Wenn nun auch das Chlor-strontium nach G m e l i n's Versuchen nicht giftig wirkt, so kann esdoch auch als Heilmittel nicht das Chlorbaryum ersetzen. Eine geringeMenge Mangan giebt sich dadurch zu erkennen, daß der aus der Auf-lösung des CHIorbaryums durch Aetzlauge erzeugte weiße Niederschlagan der Luft sich bräunlich färbt. Sollte Kochfalz beigemengt sepn, soläßt sich dies zum Theil schon an der würfligen Form der Krystalle,noch sicherer aber dadurch erkennen, daß, wenn man die Auflösung mitSchwefelsäure im Ueberschusse versetzt, nach dem Verdamvfen und Er-hitzen der vom gebildeten Niederschlage abfiltrirten Flüssigkeit ein Rück-stand bleibt, wogegen das reine Chlorbarynm vollständig zersetzt, «lsSchwerspat!) gefällt wird, so daß nur Schwefelsäure und Chlorwasser-stoffsäure in der Flüssigkeit bleiben, welche in der Hitze völlig verdam-pfen, ohne einen Rückstand zu hinterlassen.
Das Chlorbaryum, der salzsaure Baryt, wird in destillirtem Was-ser aufgelöst innerlich gegeben, in geringen Dosen, wobei Behutsamkeitnöthig ist, da alle Barytsalze, mit Ausnahme des schwefelsauren Ba-ryts, giftig wirken, aus welchem Grunde denn auch das geeignetsteGegengift für den kohlensauren Baryt verdünnte Schwefelsäure, und fürdie auflöslichen Barptsalze das schwefelsaure Natron ist. Bei der Ver-ordnung darf es nicht mit schwefelsauren, kohlensauren, phosphorsaurenund bernsteinsauren Salzen vermischt werden. In der analytischenChemie ist dieses Salz das empfindlichste Reagens für Schwefelsäure,dieselbe mag frei oder gebunden sepn, indem immer Barptnuö Schwe-felsäure den unaustöÄlchm Schwersxath bilden.
LigmutKuin nitrieuin ^raeoipiwtum. Niedergeschla-genes salpetersaures Wismuth.
(IVIaßizterium Lizmullii. 8ul»nilr»z Kizmutl,ieuz.)Nimm: reines Wismuth zwei Unzen.
Salpetersäure soviel als genugum es aufzulösen. Die Auflösung verdünne mithalb soviel destillirtem Wasser,siltrire, und gieße sie in ein gläsernes Gefäß aus, welches un-gefähr fünf Pfund desiillirtes Wasser bereits enthält.Den dadurch erhaltenen Niederschlag süße aus und trockne ihnan einem warmen schattigen Orte. Bewahre ihn in wohl ver-schlossenen Gefäßen auf.
Es sep sehr weiß, glänzend, entweder vulverförmig oder ausfehr kleinen Blattern oder Schuppen bestehend, weder durchSalzsäure noch durch Schwefelsäure verunreinigt, was durch