Druckschrift 
2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
Seite
281
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Ugl'vta murialica

281

welcher l?74 dieVarpterde, die von ihm in Vraunsteiu gefunden wurde,als eine eigenthümliche unterschied, und welche Gähn <775 als einenBestandtheil des Schwerspaths nachwies. Scheele stellte im I. 1775den salzsauren Baryt dar durch Auflösen des kohlensauren Baryts inSalzsäure. Den kohlensauren Baryt hatte er sich durchs Glühen desSchwerspaths mit Kohle und Honig, Zerlegung der Schwefclverbindungdurch Salzsäure, und Wiederzerleguug der dadurch entstandenen Auflö-sung von salzsaurem Baryt mit einer Auflösung von kohlensaurem Kalibereitet. Vergman ließ den Honig weg und wandte Salpetersäurezur Zerlegung der Schwefelverbindung an. Wieg leb wandte 5783 tueschon von Marggraf empfohlene Methode an, den Schwerspat!) durchSchmelzen mit kohlensaurem Kali zu zersetzen, den entstandenen kohlens,Baryt mit Salzsaure auszuziehen, und durch Verdunsten der Auflösungfalzsauren Baryt zu gewinnen. Ilsemann gab 5788 an, den nachWiegleb's Vorschrift erhaltenen eisenhaltigen salzsauren Baryt in derAuflösung mit ätzendem oder kohlensaurem Baryt zu sieden, und ihndadurch vom Eisen zu reinigen, welches Verfahren auch Hoffmann»792 empfahl. Fast zu gleicher Zeit suchte Westrumb einen reinensalzsauren Baryt dadurch zu bereiten, daß er den salzsauren Baryt solange der Glühhitze in einem Gchmelztiegel avissetzte als er raucht, wo-durch alle beigemischte mit der Salzsäure verbundene Metalle, als Man»gan. Eisen, Kupfer, Spießglanz und Arsenik, thells verflüchtigt, theilsin Wasser unauflöslich würde», so daß nun die rückständige Salzmassenach dem Auflösen in destilttrtem Wasser, Filtriren und Krystallisirenrein dargestellt werden könnte. l7Z6 machte Kirchhof bekannt, daßder Schwerspath durch bloßes wiederholtes Sieden mit kohlensaurem Kalizerlegt und ganz in kohlensauren Baryt verwandelt werden könnte, wasvon mehreren Chemikern, alsLowitz, Klaproth undDörffurt sehrpraktisch und brauchbar befunden wurde. Van Mons schlug wieder,79? vor, den Schwerspath durchs Schmelzen mit Kali und dem vierte»Theile Kohle zu zerlegen. Göttling kochte den gepulverten Schwer-spath zur Entfernung aller metallischen Theile mit Salzsäure. Fischerbereitete erst trystallisirten salpetersauren Baryt, zerlegte diesen mit koh-lensaurem Ammoniak, und löste den erhaltenen kohlensauren Baryt inSalzsäure auf. Trommsdorff schlug l8nl wieder als die einfachsteund kürzeste Methode vor, den durch Salzsäure von Eisenoryd gereinigtenSchwerspath bloß mit Kohlenpulver 2 Stunden weißglühen zu lassen, denNuckstand mit Salzsäure auszuziehen, und zu krystallisiren. 58UZ stelltederselbe Chemiker mehrere Versuche an, über die von Dri essen gemachteErfahrung, daß durch das Schmelzen des ftlzsauren Kalks mit Schwer-spath eine Austauschung der Vestandtheile beider Salze stattfinde, unddadurch salzsaurer Barnt gebildet werde, und fand diese Angabe bestätigt.Vucholz beschäftige sich I801 gleichfalls mit diesem Gegenstande,und mittelte ein voriheilhaftes Verfahren aus, auf diesem Wege salzsau-

>

.»

//