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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
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Die mit einem safrangelben Niederschlage reichlich versehene Flüs-sigkeit dispensire nicht anders als umgeschüttelt.

In diesem Wasser hat der Sublimat durch das Kalkwasser eineZersetzung erlitten. Tröpfelt man in eine Sublimatauflösung Kalkwas-ser, so bring! jeder in die Sublimatauflösung fallende Tropfen Kalkwas-ser einen weißen schnell in Gelb übergehenden Niederschlag heroor, deranfänglich von der Flüssigkeit wieder aufgelöst wird, bei fortgesetztemZutröpfeln des Kalkwaffers aber als hellgelber Niederschlag ausscheidet.Vermehrt man die Menge des Kalkwassers, so geht die Farbe des Nie-derschlages allmälig ins feurig Orange über, welche Farbe aber durchnoch mehr zugesetztes Kalkwasser wieder in ein Helles Gelb übergeht (vergl.Winckler in Geiger's Magazin. März 1828. S. 213,) Das phage-däniscke Wasser kann also nach Verhä tniß des in dem Kalkwasser sichaufgelöst findenden Kalkes verschieden sepn. Nach Guido urt (Vuchn.Repert. XXVII. S. 285.) kann eine Unze Kalkwasser, welche t GranAlkali enthält, noch 5,725 Gran Sublimat zersetzen, und nur wenndas Verhältnis des letzter« überschritten ist (oder das Kalkwasser weni-ger Alkali aufgelöst enthalt), wird Sublimat in der Flüssigkeit enthal-ten sepn. Der bei jenem Verhältnis erscheinende Niederschlag von rotherFarbe ist nicht reines Quecksilberoryd, fondern basisches Quecksilberchlo-rid, d. h. eine Verbindung des Quecksilberoryds mit Quecksilberchlorid,und besteht nach Grouvelles's Analyse aus 5 At. Quecksilberoryd undz Ar. Quecksilberchlorid (Itß'-s- N^I —«557,582), oder dem Gewichtenach aus 8u Th. Quecksilberoryd und 2« Td. Quecksilberchlorid. DieFlu/Meit, in welcher dieser Niederschlag sich findet, enthält keinen freienKalk, venn sie wird durch eingeblasene Lungenlnft (kohlensaures Gas)nickt getrübt, sie i«dt aber dock das gerothete Lackmuspapier blau,vermöge des in Auflösung haltenden basischen Quecksilberchlorids, dahersie denn auch durch die hpdrothionsauren Alkalien (sowie schon durchSchwefelwasserstoffgas allein) schwarz gefällt wird. Wenn also Kalk mitQuecksilberchlorid in Wechselwirkung kommt, so wird die stärkere Vase, dasCalcium, dem Quecksilberchlorid Chlor entziehen, Chlorcalcium bilden, wo-bei zu gleicher Seit der Sauerstoff des zu Calcium reducirten Kalkes mitdem aus dem Quecksilberchlorid ausgeschiedenen Quecksilber Quecksilberorydbildet, welches in geringer Menge von dem noch unzersetzt vorhandenenQuecksilberchlorid aufgelöst wird, bald aber, in größerem Verhältnis aus-geschieden, nicht mehr aufgelöst werden kann, sondern mit hellgelber Farbeausscheidet. Nimmt die Menge des Quecksilberorydes noch mehr zu, soäußert dasselbe jetzt die Wirkung »uf dos noch unzersetzte Quecksilberchlorid,die es von diesem Salze früher selbst erfahren hat, nämlich es verbindetsich mit demselben zu dem unauflöslichen basischenQuecksilberchlorid. Zugleichbleibt aber noch ein Theil dieses Quecksilbersalzes in der Auflösung, wahr-scheinlich mit dem Chlorcalcium zu einem aufiöslichen Doppelsalze verbun-