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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
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erhitzt man die Retorte, bis das Salz zu glühen anfingt. Es wirdvom durchströmenden Gase zerseht, die Masse wird schwarz undkommt ms Kochen, welches so lange fortwährt, als noch ein Theilkohlensaures Kali unzersttzt ist. Man fährt so lange fort die Masseim Schwefelwasserstoffgase zu erhitzen, als noch etwas Wasser dementweichenden Gase folgt, oder so lange als das Kochen anhält.Man läßt dann das Gas fortwährend durchströmen, bis der Appa:rat kalt geworden ist. Das erhaltene Salz, welches im geschmol-zenen Zustande schwarz erschien, wird nach dem Erlalten weiß, oderwenn die Luft nicht vollkommen abgehalten war, schwach gelblichund krystallinisch. Das Schweselkalium ist darin mit Schwefel-wasserstoff in einem solchen Verhältnisse verbunden, daß beide gleich:viel Schwefel enthalten.

Wasserstoffschwefiiges Schwefelammonium wird auf dieselbeWeise bereitet. Es wird sowohl in der Medicin als als Reagensgebraucht.

Gegen die Halo.dsalze hat v. Bonsdorff (Schw. I. XIX.1821. S. 321.) die Ansicht aufgestellt, daß durch Verbindung derelementaren Stoffe mit den sogenannten Salzbildern Säuren undBasen gebildet würden, aus deren Vereinigung erst Salze entstehen.Die Auflösung des Quecksilberchlorids (ätzenden Sublimats) röchedas Lackmuspapier, das durch dieselbe geröthete Lackmuspapier werdeaber durch Chlorkalium, Natrium, Lithium, Baryum, Strontium, Calcium, Magnesium, Yttrium,Cerium, Mangan, Nickel, Kobalt u. s. w. wieder blau;jenes sey also eine Säure, dieses seyen Basen; durch Vereinigungderselben entstehen die Salze: chlorquecksilbersaures Kalium (richtigerwohl chlorquecksilbersaures Thlorkalium), chlorquecksilbersaures Na-trium (Chlornatrium) u. f. w.

Noch entschiedener hat Boullay d. j. (TrommSd. N. I.XVI. 1. 1828. S. 122.) aus einer Reihe von Versuchen über dieIodmetalle den Schluß gezogen, daß diese sich in basische und sauretrennen lassen, aus deren Verbindung wahre Salze entstehen, daßes jodwasserstoffsaure Iodmetalle gebe, die den wasserstoffschwefiigenSchwefelmetallen analog sind, daß die Iodmetalle und Chlormetallesich mit einander verbinden können, und daß der Begriff eines Sal-zes immer der Vereinigung zweier zusammengesetzten Körper ent-spreche.