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1 (1855)
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oder Filtriren und Eindampfen zur stärkeren Extrakt-dicke gereinigte Glanzruss soll angewendet werden.Ph. Ssm. Harte schwarze zerreibliche , brenzlichriechendeund brenzlich und bitter schmeckende, rindenartige Stücke.

Der Glanzruss setzt sich in Schornsteinen in der Nähedes Feuers als eine braunschwarze glänzende Substanz an.Von den Schornsteinfegern erhält man ihn mehr oder wenigermit Sand, Staub, Kalk etc. vermischt. Für Zwecke der Ve-terinärpraxis werden diese unreinen Theile entfernt und dergröblich gepulverte Glanzruss in Steintöpfen aufbewahrt. ZuMedikamenten für Menschen wird er in heissem Wassergelöst, die Lösung kolirt und zur steiferen Extraktdicke ein-gedampft. Der Glanzruss werde nicht mit dem Kienruss(oder Flatterruss) verwechselt. S. Seite 763.

Der Glanzruss besteht aus Ulmin, einem in Wasser sehr löslichenbitteren Stoffe; einer in Weingeist unlöslichen stickstoffhaltigen Sub-stanz; Brandharz; Kreosot und verschiedenen kohlens , essigs , Schwe-fels, und phosphorsauren Kali-, Amnion-, Kalk- und Bittererdesalzen.

Die Tinctura Fulginis Clauderi ist ein flltrirtes Infusum aus2 Th. Fuligo, 1 Th. Salmiak, 6 Th. gereinigt. Pottasche und 36 Th.heissem Wasser.

Fumigatio Clilori.

Fumig. oxymuriatica s. Guytoniana; Chlorräucherung.

J*ll. ||t)ml)., Sl. llols. Zwei Gemische, das eine ausanderthalb Unz. gepulv. Braunstein und drei Unz.Kochsalz, das andere, aus zwei Unz. Engl. konc.Schwefelsäure und zwei Unz. Wasser bestehend,werden ex tempore bereitet und ein jedes für sich dis-pensirt. Diese Menge reicht zur Räucherung eines Rau-mes von 1080 K.Fuss aus.

Werden beide Gemische vereinigt, so entwickelt sichdaraus Chlor. Vergl. auch unter Liquor Chlort. In Stelle die-ser Räuchermischung hat man Kugeln vorgeschlagen, welche ausKochsalz, Eisenvitriol und Töpferthon, von jedem 6 Th , Manganhy-peroxyd 1 Th. und Wasser geformt und bei gelinder Wärme getrock-net sind. Werden diese Kugeln auf glühende Kohlen geworfen, soentwickeln sie Chlor.

Da das Chlorgas den Lungen äusserst nachtheilig ist,so hüte man sieb, dasselbe einzuathmen. Bezweckt man nur