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welches auf einem leinenen Kolatorium ausgebreitet ist. Hierwird er durch Aufgiessen von Wasser so lange ausgesüsst,bis das Ablaufende mit Chlorbaryumlösung keine Reaktiongiebt. Man faltet dann das Kalatorium zusammen und drücktihn allinählig in derselben Presse aus und legt das Kolatoriummit seinem Inhalt in der Form, wie es aus der Presse ge-nommen wird, an einen massig warmen Ort (von 60 bis 70° C.)zum Austrocknen. Nach dem Trocknen wird der Nieder-schlag zerrieben, schnell durch ein Sieb geschlagen und dannalsbald in gut verkorkten Glasflaschen aufbewahrt. Ausbeutefast der dritte Theil vom Gewichte des verwendeten Eisen-sulphats. Vergl. aucb Ferrum carbonicum saccharatum.
Eigenschaften. Das Ferrum oxydatum fuscum istein röthlicb braunes geruch - und geschmackloses Pulver,welches mit Säuren sehr schwach aufbraust und in Chlor-wasserstoffsäure ohne Anwendung von Wärme sich auflösenlässt. Es besteht aus 70 bis 80 Proc. Eisenoxyd, 10 bis 20Proc. kohlensaurem Eisenoxydul und 10 bis 15 Proc. Wasser.
Prüfung. Die chlorwasserstoflTsaure Auflösung darf, mitAetzammonflüssigkeit im Ueberschuss versetzt, kein blauge-färbtes Filtrat liefern, gegenfalls ist es mit Kupfer verunrei-nigt. Ist das Präparat nicht gut ausgewaschen, so wird dasdamit geschüttelte destill. Wasser durch Chlorbaryumlösungweiss getrübt.
Eisenoxyd (siehe auch unter Ferrum) ist in der Natur in reichli-cher Menge verbreitet. Eisenglanz und Rotheisenstein sindEisenoxyd (Fe 2 0 3 ). So auch der Blutstein, Lapis /lacmatitis. Braun-eisenstein ist Eisenoxydhydrat. Kohlensaures Eisenoxydul,FeO,C0 2 , findet sich in der Natur mehr oder weniger mit Carbonatendes Manganoxyduls, der Kalkerde, der Magnesia etc. verunreinigt alsEisenspath oder Spat heisenst ein. Man findet es in Rhombo-edern krystallisirt, auch in blättrigstrahligen derben Massen (als Sphä-rosiderit). Aufgelöst in freier Kohlensäure kommt kohlensaures Ei-senoxydul in den sogenannten Stahlwässern z. B. zu Pyrmont, Eger,Spaa, Schwalbach, Kissingen etc. vor. Künstliches Stahlwasser zuBädern bereitet man durch Auflösen von 1 Unz. Eisenvitriol in 200Preuss. Quart Wasser, welche mit 6 Drachm. konc. Schwefelsäure an-gesäuert sind, und Hinzusetzen von 14 Drachm. 2fach kohlensauremNatron.