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1 (1855)
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werden mit einer doppelten Menge Wasser wiederholteinen Tag hindurch tnacerirt und ansgepresst. Die zu-sammengemischten und filtrirten Flüssigkeiten werden imDampf bade zur Sgrupskonsistenz eingedampft, mit sechs-zehn Un %. reklif. We in g eist vermischt, öfters durch-schüttelt und einen Tag bei Seite gestellt. Nach demFiltriren wird im Dampfbade bis zum ersten Extraktkon-sistenzgrade abgedampft. Ein rothbraunes Extrakt vonder dickeren Syrupskonsisfenz, voti champignonartigemGerüche und salzigem, etwas herben Geschmacke. InWasser und Weingeist völlig löslich.

Unter dem NamenErgotin" sind verschiedene Prä-parate aus dem Mutterkorn in den Handel gebracht worden.Ein wenig angewendetes Präparat ist das Wiggersche, wel-ches durch Extraktion des von seinem fetten Oele befreitenMutterkorns mit starkem Weingeist und Eindampfen derTinktur bis zur bröcklichen Trockne gewonnen wird. Esscheint sehr giftige Eigenschaften zu haben (grösste Gabe1 Gran). Ein anderes viel gebrauchtes Präparat ist dasBonjean'sche, welchem eigentlich der Name Extractum Secalis cornuti zukommt und welches gemeinlich auch die Dro-guisten als Ergotin abgeben. Eine Vorschrift zu diesemExtrakte hat die Ph. Hamb. aufgenommen. Passender wärediese Vorschrift dahin abzuändern, das frischbereitete gröb-lich gepulverte Mutterkorn mit einer Mischung aus gleichenTh. höchstrektif. Weingeist und Wasser zu einem Breieanzurühren, denselben im Verdrängungstrichter mit einergleichen Weingeistmischung zu extrahiren, im Dunstsamm-ler von der Tinktur den Weingeist abzudestilliren und dannden Rückstand im Dampfbade zur dickeren Syrupskonsistenzeinzudampfen. Ausbeute durchschnittlich 13 Proc. Sehrstarke Gabe 10 Gran. Es ist vortheilhaft dieses Extrakt sichselbst herzustellen, es ist dies sogar auch nothwendig, da-mit man weiss, welches Präparat man dispensirt, und mandie Versicherung hat, dass es aus einem guten Mutterkornbereitet ist. Wer die Bereitungsmethode nach der Ph. Hamb.befolgt, dämpfe die wässrigen Extraktbrühen alsbald ein,weil sie (wegen des Gehaltes an Zucker) ausserordentlichleicht der Zersetzung und Gährung unterliegen, selbst beieiner Temperatur von wenigen Graden über 0*. Dieser

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