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1 (1855)
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CiifH'iiiit aliimiiiatiim.

Lapis ophthalmicus s. divinus; Pierre ditine; KupferalaunAugenstein, Wundstein.

PIl. Bor., Haiti!}., Haut) , §1. Hols. Reines schwe-felsaures Kupferoxyd, gereinigtes sulpelersauresKali und Alaun, von jedem zwei Unz., werden Ver-stössen und in einem kupfernen oder irdenen glasirfenGeschirre bei gelinder Wärme geschmolzen. Nachdemsie geschmolzen, werden sie vom Feuer entfernt, mit ei-ner Drachm. zerriebenem Kamfer vermischt, ausge-gossen [auf einen Porphyrstein) , in Stücke zerbrochenund aufbewahrt. Es ist eine weissgrüne, nach Kamferriechende Masse.

PIl. SftX. lässt doppelt so viel Kamfer hinzusetzen und ineinem irdenen Gefässe aufbewahren.

Die Darstellung dieses alten Augenmittels hat keineSchwierigkeit, wenn die krystallisirten Salze in einem Mör-ser zuvor frisch gröblich gepulvert werden. Die Schmel-zung findet schon einige wenige Grade unter dem Koch-punkte des Wassers statt und wird am passendsten in ei-nem porcellanenen Kasseroll über der Weingeistflamme aus-geführt. Der Kampfer lösst sich nicht in der Salzmasse,sondern schwimmt an der Oberfläche derselben. Er wird miteinem warmen Glasstäbchen daruntergerührtunddie Mischungdann sogleich auf einen porcellanenen Teller oder eine Ku-pferplatte dünn ausgegossen. Die erkaltete Masse lässt sichleicht ablösen. Sie wird in Stücke zerbrochen und in gutverstopften Flaschen aufbewahrt. Da die Untermischlingdes Kampfers nicht eine vollständige ist, so wäre es passen-der, die erkaltete Masse zu Pulver zerrieben in Fläschchenaufbewahren zu lassen.

Der Kupferalann wird gemeinlich in Augenwässern dis-pensirt. Völlig löst er sich im Wasser nicht, denn der Kam-pfer scheidet sich ab und schwimmt oben auf. Nothwendigist es, den Kupferalaun zuvor mit einigen Tropfen Wasser imMixturmörser fein zu reiben, damit der Kamfer sich nichtkrümlich sondern fein zertheilt abscheide.

Der Lapis medicamentosus Krollii ist eine Mischung aus Zinkvi-