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1 (1855)
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915
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nes reines Zinn darauf gegossen. Das Zinn wird nun mit einemWergbauseh auf dem heissen Kupfer herumgerieben. Auf die Stel-len, wo das Zinn nicht haften will, streut man eine pulvrige Mischungaus Kolofon und Salmiak. Letzterer nützt hierbei als Auflösungmittel der Kupferoxydschicht und Kolofon verhindert eine weitere Oxy-dirung. Ist das Kupfer heiss genug, so ist es nicht schwierig allesüberflüssige Zinn abzuwischen, so dass das Kupfer mit einer gleich-massigen silberglänzenden Schicht Zinn bedeckt ist. Eine Mischungaus 3 Th. Zinn und 1 Th. Blei ist leichtflüssiger und eignet sich zumVerzinnen von Röhren oder Gefässen, welche mit vielen Winkeln ver-sehen sind. Säuren lösen aus dieser Mischung zuerst das Zinn auf.

Ausmittelung des Kupfers. Nicht allein eine Menge pharma-ceutischer Präparate, auch verschiedene Nahrungsmittel sind durchihre Bereitung in kupfernen Gefässen kupferhaltig. Dies nachzuwei-sen geschieht sicher und leicht durch einen blanken Eisenstab. DieLösung oder die Flüssigkeit wird mit einigen Tropfen Chlorwasser-stoffsäure schwach angesäuert und der Eisenstab hineingestellt. Nacheinigen .Stunden ist bei Gegenwart von Kupfer der Eisenstab mit einerdünnen rothen Kupfersch/cht überzogen. Geringe Mengen Kupfer inunlöslichen organischen Stoffen weiden dadurch nachgewiesen, dassdiese getrocknet und eingeäschert werden, der Aschenrückstand mitdünner Salpetersäure behandelt und die klare mit Amnion fast ge-sättigte, aber noch etwas saure Lösung mit Kaliumeisencyanürlösungversetzt wird. Ein braunrother Niederschlag zeigt Kupfer an. Klarefarblose oder wenig gefärbte angesäuerte Flüssigkeiten prüft manauf kürzestem Wege mit Kaliumeisencyanür. Siehe S. 186. Gegen-gift für Kupfersalze ist gebrannte Magnesia, auch Zucker.

Therapeutische Anwendung haben gefunden:

Kupferchlorid, Cuprum chloratum s.muriaticum oxydatum,Hydrochloras Cupri (CuCl-j-2H0), bildet grüne nadeiförmige Krystalle,welche an der Luft zerfliessen, und in Weingeist und sehr leicht inWasser löslich sind. Bis zu 200° erhitzt verlieren sie ihr Wasser, ge-glüht geben sie Chlor ab und werden zu Kupferchlorür. Das Ku-pferchlorid wird dargestellt durch Auflösen von Kupferoxyd in Chlor-wasserstoffsäure und Krystallisirenlassen der konc. Lösung. StarkeGabe 1 Gran Eine Auflösung dieses Salzes in 24 Th rektif. Wein-geist ist die Tinctura Cupri chlorati, eine Auflösung in 24 Th.Aether ist der Kupferäther, Aether Cupri.

Salpetersaures Kupferoxyd, Cuprum nitricum, Nitrascupricus, (CuO,N0 5 +3HO), bildet blaue prismatische, in Wasser undWeingeist lösliche Krystalle. Es wird dargestellt durch Auflösen desreinen Kupfers in Salpetersäure, Koncentration der klaren Lösung undKrystallisirenlassen an einem Orte von mittlerer Temperatur. In derKälte schiesst das Salz mit 6 Aeq Krystallwasser an. Es wirkt kaus-tisch. Gabe wie vem schwefelsauren Kupferoxyd.

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