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1 (1855)
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Wäldern. Der Stengel ist aufrecht, die Spitze der Aesteist ein Dorn (rami spinescentes'), die Blätter sind gesägt,länglich oder eirund, glänzend und gestielt; die kleinengelbgrünen Blumen sind dioecisch 4männig und sitzen bü-schelweise auf kurzen Stielen zwischen den Blättern. BIü-thezeit ist Mai und Juni.

Die 4sämigen Flüchte oder Beeren (drupae 4coccae~)sind kugelrund erbsengross schwärzlich glänzend, an derSpitze mit einer Hervorragung versehen und enthalten eindunkelgrünes, bei völliger Reife rothes Mark. Sie riechenunangenehm und haben einen ekelhaft bitteren schärflichenGeschmak. Sie werden im September und Oktober gesam-melt. Der frischausgepresste grünschwärzliche Saft der Bee-ren wird zu einem Syrup gekocht; auch werden die getrock-neten Beeren, welche an Wirksamkeit einer halb so grossenQuantität Sennesblätter gleichen, im Handverkauf verlangt.

Die Kreuzdornbeeren können mit den Beeren des Faul-baums, Rhamnus Frangula, und der Rainweide, Ligustrumvulgare, verwechselt werden. Die Früchte des Faulbaumsreifen im August und September und unterscheiden sich durchihre rotbe Farbe, wenn sie unreif sind, denn reif sind siegleichfalls schwarz oder schwarzbraun. Sie haben aber fer-ner einen süsslichen Geschmack und enthalten nur 2 (bis 3)Samenkörner (drupa 2cocca). Die Beeren der Rainweidesind nicht völlig kugelrund, sondern etwas länglicher oderfast kugelrund (subglobosi fructus) und zweifächerig. Diesereifen gewöhnlich etwas später als die des Kreuzdorns.

Aus dem Saft der Kreuzdornbeeren wird das Saftgrün, Bla-sengrün, Succus viridis, bereitet. Nicht völlig reife Beeren wWdenin einem blanken kupfernen Kessel mit wenig Wasser und unter Um-rühren gelind aufgekocht, ausgepresst und der kolirte Saft zur Extrakt-dicke abgedampft. Auf 16 Unz. des eingedickten Saftes wird 1 Unz.feingepulv. Alaun und 1 Drachm. kohlens. Kali und Kreide mit 2 Unz.Wasser zugesetzt und die Mischung wieder eingedickt. Der zur Ex-traktdicke eingedampfte Saft der reifen Beeren wird unter der Be-nennung Extr actum Spinae cervinae s. Rhamni mitunter vonden Aerzten verschrieben.

Die Kreuzdornbeeren enthalten nach Hubert Kathartin (Purgir-stoff), grünen Farbestoff (Kreuzdorngrün), braunen in Säuren und Al-

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