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1 (1855)
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659
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timon Schwefel). Gediegen findet es sich selten in grossenMassen. Es kommt krystallisirt, drathförmig, in Platten,Körnern oder höchst fein zertheilt im Quarz, Grünstein, Sy-enit vor und begleitet gemeinlich den Schwefelkies des TJr-gebirges, häufig auch die Erze anderer Metalle. Nach derVerwitterung und mechanischen Zerstörung der goldführen-den Gesteine ist es auch in den Zersetzungsprodukten undSchüttmassen derselben enthalten. Daher findet man es inden Ablagerungen, welche sich aus den zertrümmerten unddurch die Fluthen weggeschwemmten Gebirgsmassen gebil-det haben, in der Nähe der Gebirge und im Sande der Flüsse.

Aus dem goldhaltigen Sande wird das Gold blos durch sorgfäl-tiges Schlämmen so viel als möglich vom Sande etc. gesondert,Waschgold, oder auch in Tiegeln zusammengeschmolzen, wo dieetwa noch anhängenden Unreinigkeiten sich auf der Oberfläche desGoldes ansammeln. Aus den goldärmeren Erzen scheidet man es inderselben Art, wie das Silber. Ist das gewonnene Gold silberhaltigso wird es durch das sogenannte Afflnirverfahren , Affinage, vomSilber getrennt. S. Seite 625. Auch wird die aus Gold und Silber be-stehende Legirung in heisser Salpetersäure gelöst, wobei das Goldzurückbleibt. Dieses Verfahren heisst die Quartscheidung, Quar-tirung, Scheidung in der Quart. In neuerer Zeit röstet man auchwohl die goldhaltigen Erze, um die Schwefelmetalle zu zerstörenund zieht das Gold im Wege der Deplacirungsmethode mittelst Chlor-wasser aus, aus welcher Lösung das Gold mittelst Eisenvitriol metal-lisch gefällt wird.

Das verarbeitete Gold ist niemals rein, weil es in diesem Zustandezu weich und der Abnutzung zu sehr unterworfen ist. Man findet esdaher in verschiedenen Verhältnissen mit Silber oder Kupfer oder mitdiesen beiden Metallen zugleich Iegirt. Der Goldgehalt der Legirungwird nach Karat und Grän angegeben. Die Mark wird nämlich in24 Karat und das Karat in 12 Grän eingetheilt Von einer Legirungaus 21 Th. Gold und 3 Th. Silber z. B. sagt man, dass sie 21 Karatenthalte. Einige Goldmünzen werden als reines Gold betrachtet, je-doch ist es keine derselben. Die Friedrichsd'ors, Augustd'ors etc.enthalten durchschnittlich 21 Kr., 5 bis 7 Gr., die besten Dukaten23 Kr, 9 bis 10 Gr.

Zur Darstellung des reinen Goldes aus altem Bruch-golde, gemünztem Golde etc. übergiesst man 1 Th. dessel-ben in einem passenden Fläschchen oder Kölbchen mit un-gefähr 4 Th. reiner Chlorwasserstoffsäure (von 1,120 spec.Gew.) und 1 \ bis 2 Th. reiner Salpetersäure (von ungefähr

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