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chemischen Namen-. Zweifach-Schwefelarsen, Arsensulfür, Arsenbisul*furet, hyposulfarsenige Säure. In der Natur wird es im krystallisir-ten Zustande gefunden. Die Krystalle haben eine morgenrothe, insGelbe oder Braune geneigte Farbe, sind mehr oder weniger durch-scheinend und haben einen muschlichen Bruch. Im Grossen wirdes auf den Hüttenwerken durch Sublimation in cylindrischen Thon-retorten aus Arsenik - und Schwefelkiesen mit Zuschlag \on weissemArsenik gewonnen. Dieses künstlich dargestellte Schwefelarsen bil-det dichte undurchsichtige Massen mit muschlichern Bruch und vonbraunrother oder blutrother Farbe Frisch ist es etwas durchschei-nend, ins Hyacinthrothe übergehend. In kochender Kalilauge wird eszersetzt, indem sich ein braunschwarzes Pulver, As G S, ausscheidetund Dreifach-Schwefelarsen in dem gebildeten Schwefelkalium auf-löst. Es bildet mit basischen Schwefelmetallen Hy posulf arsenite.Ein Gemenge aus 24 Th Salpeter, 7 Th. Schwefel und 2 Th. Realgarangezündet giebt das Chinesische Weissfeuer. Realgar ist giftig. Zu-weilen wird es noch in der Färberei und Malerei gebraucht.
Das Auripigment, Operment, Rauschgelb, gelber Ar-senik, Königsgelb, Auripigmentum, erhält die Formel AsS 3und somit die chemischen Namen: Dreifach-Schwefelarsen, ar-seniges Sulfid, Arsensulfid, sulfarsenige Säure. Diese Schwe-felungsstufe ist der arsenigen Säure proportional. Es findetsich in der Natur mit citronengelber, mehr oder wenigerins Grünlichgraue oder Bräunliche ziehender Farbe, theilsderb, theils in schönglänzenden rhombischen Prismen kry-stallisirt, an den Kanten durchscheinend, in dünnen Blätterndurchsichtig, leicht zerbrechlich. Am häufigsten kommt esin Flö'tzgebirgen vor. Gegraben wird es in Persien, Ser-bien, Ungarn. Das Persische ist das schönste. Auf künst-lichem "Wege wird es im Grossen durch Sublimation einesGemenges aus 7 Th. Giftmehl und 1 Th. Schwefel darge-stellt. Die Sublimaüonsgetässe sind denen gleich, in wel-chen der weisse Arsenik durch Sublimation gereinigt wird.Dieses künstliche Präparat hat eine citronengelbe Farbe. Esenthält viel arsenige Säure, daher es sehr giftig ist. BeimVerkauf desselben sind also auch alle die Vorsichtsmass-regeln nöthig, welche in dieser Hinsicht vom Arsenicum al-bum angeführt sind. Von den altgläubigen Juden wird es häufigverlangt, welche daraus mit gelöschtem Kalk und Wasser einen Brei(Rhusma) zur Entfernung des Barthaars mischen. Je mehr Schwefeldas Auripigment enthält, desto mehr eignet es sich hierzu. Gedachte
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