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liehe ist. Der durch Maceration bei mittlerer Temperaturbereitete Essig hat eine mehr gelbliche Farbe. Ist der Es-sig schwach, wie der destillirte Essig der Ph. Sax., so istdie Haltbarkeit des Meerzwiebelessigs auch nicht besonders.Dieser lässt Bodensatz fallen und wird kahmig. Ein Weingeist-zusatz schützt ihn natürlich am geeignetsten vor dieser Ge-fahr. Der schwach ausgepresste durch Maceration gewon-nene filtrirte klare Meerzwiebelessig, welcher mit gutemEssig bereitet ist, hält sich in gefüllten und gut zugepfropf-ten Flaschen an einem schattigen Orte sehr lange Zeit gut.Auch hier muss erwähnt werden, dass der Essig, von wel-chem \\ Unz. eine Drachme Pottasche sättigen, nicht alleinein recht haltbares, sondern auch ein kraftigeres Präparatliefert. Das Auspressen der macerirten Wurzel soll stetssehr massig geschehen, um so wenig als möglich die Kolaturmit Schleimtheilen zu überladen.
Der Meerzwiebelessig wird zuweilen zur Aufweichung vonGummiharzen gebraucht. Diese werden hierzu im Wasser-bade völlig erweicht und dann mit dem erwärmten Essigvermischt. Wird er zu Saturationen verordnet, so ist nichtzu vergessen, dass er zu den energischen Arzneimitteln ge-hört und 1 Drachm. davon eine sehr hohe Dosis sein würde.
Aeidum acetieuin.
A+HO.
Aeidum aceticum concentratum, Acetum glaciale Westendorfii
s. radicale, Alcohol Aceti; Acide acetique; Aeetic aeid.;
Essigsäure.
Vtl. Bor. Eine Mischung aus dreizehn Unz. rohemschwefelsauren Kali und sieben und einer halbenUnz. roher Schwefelsäure wird bis zur Trockne einge-dampft und bei stärkerem Feuer geschmolzen. Nach demErkalten wird sie gepulvert und mit zwölf Unzen aus-getrocknetem essigsauren Natron, welches aus ungefähr20 Unzen des krystallisirten Salzes durch massige Wärmegewonnen ist, vollkommen und gut gemischt. Dieses Ge-misch, wird einer Destillation aus dem Sandbade von ge-