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wonnenc Essig mit einem Pfunde Zucker in einem zin-nernen Kessel aufgekocht und kolirt.JPll. BBttinl» Ein Gemisch von gleichen Theilen Him-beersyrup und französischem Weinessig.
Von den vorstehenden Vorschriften zur Bereitung desHimbeeressigs ist die der Ph. Hamb. die einfachste und insofern die beste , als sich danach zu jeder Zeit dieser vonden Aerzten äusserst selten verordnete, mehr von dem Pu-blikum als Hausmittel benutzte Essig darstellen lässt. EineMaceration genügt, den Saft der Himbeeren auszuziehen. Einstarkes Auspressen unternimmt man nicht gern, weil dadurchviel Schleimtheile in den Essig kommen, welche eine Filtra-tion sehr erschweren und seine Haltbarkeit gefährden. Manfüllt ihn klar in kleine Flaschen, erhitzt diese im Wasser-bade bis zu 90° C. ± Stunde hindurch, verkorkt noch warm,überzieht die Verkorkung mit einem Gemisch aus'Kolofonund "Wachs und bewahrt die Füllungen an einem kühlenOrte. Ein Zuckerzusatz ertheilt dem Himbeeressig einen anrgenehmen Geschmack, trägt aber nur wenig zur Haltbarkeitdesselben bei, er erzeugt vielmehr mit dem in dem Himbeer-safte enthaltenen Pektin (siehe S. 132) eine dickschleimigeoder gallertartige sehr zum Verderben geneigte Verbindung.Durch ein monatlanges Digeriren oder Maceriren kann dasPektin recht wohl zerstört werden, indem während dieserZeit eine gelinde Gährung stattfindet. Bleibt jedoch etwasdavon im Safte unzerstört übrig, so bleibt der Himbeeressigimmer dem Verderben leicht unterworfen. Besser ist es,die Himbeeren zu zerquetschen, mit einigen Unzen Essig zuversetzen und sie in einem offenen Gefässe in einer Tempe-ratur von ungefähr 25° eine Woche hindurch stehen undgähren zu lassen. Den alsdann ausgepressten Saft lässt man2 Tage an einem kühlen Orte absetzen, filtrirt ihn und mischtihn mit 2 Th. Essig, von welchem 1^- Unz. ungefähr 1 Drachm.trocknes kohlensaures Kali sättigen. Der so bereitete Him-beeressig enthält kaum Schleimtheile, denn diese sind durchdie Gährung zerstört, sein Geschmack und Geruch ist vor-trefflich und seine Haltbarkeit lässt nichts zu wünschen übrig.