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1 (1855)
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252
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Bleiessigvorrathe zu entfernen, ordnen die Ph. Hamb. undSax. einen Zusatz von Bleimetallschnitzeln und eine Mace-ration damit an. Das in Lösung befindliche Kupferoxydwird durch das Blei völlig ausgefällt, nur geht dieser Aktetwas langsam vor sich. Das Bleimetall entzieht dem Ku-pferoxyd den Sauerstoff, wird zu Bleioxyd, welches sichlöst, und das reducirte Kupfer schlägt sich auf das im Ue-berschuss gegenwärtige Bleimetall nieder. Aus CuO undPb wird PbO und Cu.

Einige Pharmaceuten dispensiren statt des Bleiessigsdie einfache wässrige Lösung von Bleizucker. Dieses Ver-fahren verdient alle Büge, denn die milde Wirkung desBleiessigs kann durch die einiger Maassen korrodirende desBleizuckers gewiss nicht ersetzt werden. Bleizuckerlösungunterscheidet sich vom Bleiessig, dass sie Gummilösung nichtkoagulirt und blaues Reagenspapier etwas röthet.

Die Aufbewahrung des Bleiessigs erfordert alle Auf-merksamkeit um die atmosphärische Kohlensäure abzuhalten.Man bewahrt ihn daher in nicht zu grossen, mit Korkpfropfengut verschlossenen und mit Blase verbundenen Glasflaschenauf. Trotz dieser Vorsorge lässt er oft noch kohlensauresBleioxyd fallen und setzt solches an die Wandungen der Ge-fässe ab. Es müssen daher auch die Gefässe öfters gerei-nigt werden, was mit verdünnter Salpetersäure und Nach-spühlen mit destill. Wasser am leichtesten erreicht wird.

Der Bleiessig wird meist äusserlich, äusserst selten in-nerlich angewendet. Mit reinem destillirtem Wasser, wel-ches keine Kohlensäure enthält, lässt er sich zu einer fast kla-ren Flüssigkeit mischen. Die Mischung mit Brunnen - oderQuellwasser ist milchig trübe, weil dieses Kohlensäure undschwefelsaure Salze enthält. Sollen Mischungen aus Bleies-sig, Wasser und schleimigen Stoffen, Opiumtinktur und ähn-lichen Auszügen dargestellt werden, so werden die letzterenstets der fertigen Mischung aus Bleiessig nnd Wasser zu-gesetzt. Würde der Bleiessig unverdünnt mit ihnen ge-mischt werden, so bilden sich gemeinlich aus ihnen käsigeNiederschläge, welche sich häufig entweder schwer in Was-