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1 (1855)
Entstehung
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250
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säuert ist. Hierauf vermehrt man die Hitze bis zum dunklen oderschwachen Rothglühen und bis eine kleine Probe der Glätte, zuvormit destill Wasser befeuchtet, sich in reiner Salpetersäure ohne Auf-brausen oder Aufsteigen von Gasperlen und ohne einen Rückstand zuhinterlassen auflöst. Man lässt dann den Tiegel bedeckt nach Ent-fernung des Kohlenfeuers auf dem Ofen völlig erkalten und bringtnun die Bleiglätte in gut zu verkorkende Flaschen. Benutzt man eineisernes Gefäss zur Glüharbeit, so ist es sehr schwierig eine zu jäheErhitzung und in Folge derselben eine Schmelzung der Glätte zu ver-hüten. Im Falle einer Schmelzung giesst man die fliessende Glättebehutsam in einen eisernen Mörser aus, um sie nach dem Erkaltenzu einem feinen Pulver zu zerstossen. Die Kohlensäure wird übri-gens schon aus ihrer Verbindung mit Bleioxyd bei einer Temperaturvon 180° C. völlig ausgetrieben, es bildet sich aber zugleich auchbei dieser Temperatur aus der Glätte eine Menge Mennige, welcheerst bei dunkler Rothglühhitze zu Bleioxyd reducirt wird Die Zer-störung der Mennige ist aber ein notwendiges Bedingniss, denn wasman durch die Entfernung der Kohlensäure bezüglich der Bleiessig-bereitung erreichen will, würde durch die Erzeugung von Mennigeverloren gehen. Diese zerfällt nämlich unter Einwirkung der Blei-zuckerlösung schwierig in Oxyd, weiches gelöst wird, und unlöslichesSuperoxyd. Da die Bildung einer grösseren Menge Mennige beimErhitzen der präparirten Glätte, welche der Luft eine grössere Be-rührungsfläche darbietet, kaum zu verhindern ist, so schreibt diel'k. Bor. ein Glühen der ganzen nicht präparirten Glätte vor, derenSchüppchen nur an der Oberfläche kohlensäurehaltig sind. Nachdem Glühen wird die Glätte gepulvert oder lävigirt. Oft erhält manim Handel eine frische gute Bleiglätte. welche sich in schwach ver-dünnter Salpetersäure ohne merkliche Gasentwickelung und ohne al-len Rückstand autlöst. Eine solche verwandle man durch Zerstossenin einem eisernen Mörser in ein feines Pulver und bewahre die-ses zum Zwecke der Bleiessigbereitung in nicht zu grossen glässer-nen, gut verstopften Flaschen auf

Die Vorschrift der Vh. lio>. lässt alhnählig das Wasser zu derMischung aus Bleizucker und Glätte mischen, weil in einer koncen-trirten Lösung die Bildung des basischen Bleisalzes schneller vor sichgeht. Wie schon erwähnt ist, erreicht man dasselbe durch eine ge-linde Digestionswärme noch eher.

Statt des gereinigten essigsauren Bleioxyds kann der rohe käuf-liche Bleizucker verwendet werden , wenn dieser farblos und vonSchmulziheilen frei ist.

In frequenten Geschäften wird zur Darstellung des Bleiessigsein eigenes Gefäss gehalten, welches nur seilen von den Rückstän-den der früheren Bereitungen gereinigt wird Nachdem man denletzlen Rest Bleiessig daraus fillrirt hat, setzt man eine frische Por-tion darin an, stellt das Gefäss gut verkorkt bei Seite und schüt-telt hin und wieder um. Der weisse Bodensalz, welcher sich indieser sogenannten Ansetzflasche mit der Zeit anhäuft, wird getrock-net als Farbemalerial benutzt. Er besteht aus Bleioxydhydrat, basi-

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