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1 (1855)
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in welcher Höhe man sie auch durch Heizung der Essig-stube fortwährend zu erhalten sucht. Ist der Zutritt derLuft in das Gradirfass nicht ein hinreichender, oder ist siesauerstoffarm, so bildet sich zuviel Aldehyd, eine sehrflüchtige Substanz, wodurch bedeutender Materialverlust ent-steht. Dagegen steigert wieder ein zu kräftiger Luftzutrittdie Oxydation der elementaren Bestandtheile des Weingei-stes so weit, dass diese fast ganz in Kohlensäure und Was-ser übergehen. Der Erwähnung werth ist die grosse MengeEssi"fliegen (Musca cellaris), welche sich in den Essigstu-

ben einfindet.

Die andere Methode der Essigiabrikation beruht aut derEssigbildung durch trockne Destillation des Holzes. Dieseswird in kleinen Stük-ken in eisernen De-stillirblasen («) oderin eisernen Cylindern,wie solche zur Dar-stellung des Leucht-gases benutzt werden,geschichtet und bis zurZersetzung oder Ver-kohlung erhitzt. DieProdukte, welche beidieser Operation gewonnen werden, sind: Kohle, welche alsRückstand im Destillationsgefässe sich befindet, dann wäss-rige Essigsäure, Holzgeist, Theer und Brandöle, welche sichin den Vorlagegefässen (rr) ansammeln und nach ihrer spe-cifischen Schwere absondern. Der wässrige Theil des De-stillats, welcher die Essigsäure enthält, wird entweder mitkohlensaurem Natron (Soda) direkt oder erst mit Kalkhy-drat gesättigt und die entstandene leicht lösliche essigsaureKalkerde mit schwefelsaurem Natron (Glaubersalz) zersetzt-Hierbei bilden sich die schwerlösliche schwefelsaure Kalk-erde (Gyps) und essigsaures Natron, welches letztere gelöstbleibt. Durch die Sättigung mit Kalkhydrat entstehen gleich-zeitig schwerlösliche Verbindungen der Kalkerde mit denBrandharzen, die daher leicht beseitigt werden können. Die