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1 (1855)
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226
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.PIl. Ilanilt- Vier Pfd. krystallisirtes essigsauresNatron, %tvei Pfd. kone. Engl. Schwefelsäure mitanderthalb Pfd. gemeinem Wasser verdünnt, werdenin einer Tubulatretorte auf dem Sandbade destillirt, bisvier Pfd. übergegangen sind. Das spec. Gew. des De-stillats wird durch Zusatz von destill. Wasser auf 1,04gebracht, so dass 1 Unz. zur Sättigung von 2 Drachm.trocknen kohlensauren Natrons hinreicht. Enthält 25 Proc.wasserleere Essigsäure. Soll in einem Glasgefäss mitGlasstopfen aufbewahrt werden

PIl- §1- Hols. Zweiunddreissig Unz. gereinigtes Blei-acetat werden in einen Kolben, welcher in ein Sandbadgesetzt ist, gethan. Dieser muss so geräumig sein, dasser mit diesem und was noch nachher hineinkommt, nichtüber die Hälfte seines Rauminhaltes angefüllt wird. Halsund Wölbung des Kolbens werden mit einigen Papierla-gen mittelst eines Kleisters aus Mehl und Kohlenpulverbedeckt. Nun wird eine Mischung aus neun Unz. konc.Schwefelsäure und vier und einer halben Unz.gem. Wasser zugegossen. Dem Kolben wird ein Helmaufgesetzt, welcher in gleicher Weise mit Papierlagen, diemit kohlenpulver haltigem Mehlkleister bestrichen sind, be-deckt ist, und mit Mehlkleister eine geräumige Vorlageangepasst. Nachdem der Kleister getrocknet ist, wird zu-erst bei gelindem, später vermehrtem Feuer bis zum ge-linden Aufkochen, und unter fortwährender Abkühlungder Vorlage bis zur Trockne des Rückstandes der Essigabdestillirt. Die gewonnene Säure wird aus einer Retorteüber 1 Unz. Braunstein und 2 Drachm. Bleiacetat durchDestillation bis zur Trockne rektificirt, und alsdann ineinem Glase, welches gut mit einem Glaspfropfen ver-schlossen ist, aufbewahrt. Spec. Gew. 1,055 bis 1,060.2 TA. sollen 1 Th. kohlensaures Kali sättigen.

Im 15. Jahrhundert stellte man schon einen starkenEssi"- durch trockne Destillation aus essigsauren Metallsal-zen her. Dieser war daher mit brenzlichen Produkten (Ace-ton) und auch nicht selten mit den Metallen, aus deren Sal-zen er gewonnen wurde, verunreinigt. Am Ende des 17tenJahrb. fand Stahl, dass man durch Gefrieren der Wasser-theile im Essig dessen Essigsäuregehalt in koncentrirtererForm (Acettim per frigtts concentratum) gewinnen könne. ImAnfange des folgenden Jahrh. stellte jedoch schon derselbe

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