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eine kalte Glasscheibe oder Eisenblech fallen, und wenn manin ihnen die Ausscheidung einer Menge kleiner Krystallchenbemerkt, so ist man auch bei dem Krystallisationspunkteangelangt.
Die zur Krystallisationsoperation eich am besten eignen-den Gefässe sind porcellanene oder irdene, nicht aber glä-serne. Sehr grosse Mengen Salze iä'sst man auch wohl inhölzernen Fässern oder Bottigen krystallisiren. An rauheFlächen setzen die Krystalle sich schneller an.
Umstände, welche die Bildung schöner Krystalle, beson-ders grösserer, befördern, sind Buhe, langsames Erkalten,allmähliges Verdunsten der krystallisirenden Flüssigkeit, über-haupt ein langsamer Gang der Krystallisation; dagegen wirddie Bildung kleiner undeutlicher Krystalle durch schnellesErkalten, rasches Verdunsten, Erschütterung, Umrühren derFlüssigkeit ausserordentlich unterstützt. Dies geschieht so-gar oft absichtlich, weil viele Salze die Eigenschaft habenzwischen ihren grösseren Krystallen Höhlungen zu bilden,welche Mutterlauge einschliessen.
Die gewonnenen Krystalle werden, um sie von der ihnenanhängenden Mutterlauge zu befreien, mit wenigem kaltenWasser abgewaschen, wenn sie schwer löslich in Wassersind; und sind sie leicht löslich, so geschieht dies mit einermassig concentrirten filtrirten Auflösung desselben krystalli-sirten Körpers. Sind die Krystalle sehr klein und enthieltdie Mutterlauge nur äusserst wenige Unreinigkeiten, sonimmt man nur die Presse zu Hülfe.
Das Abtrocknen der Krystalle wird durch Verdunstungbei gelinder Wärme oder durch gelindes Pressen derselbenzwischen Fliesspapier bewerkstelligt.
Einige Salze, wie z. B. das Jodkalium, Kaliumeisencya-nid, bJühen aus, effloresziren, während des Krystalli-sirens, auch schon während des Abdampfens ihrer Lösun-gen, indem sie im Umkreise ihrer Oberfläche an die Gefass-wandung Krystalle oder eine Krystallkruste ansetzen. Zwi-schen dieser und der Gefässwandung steigt in Folge derKapillarität die Lösung in die Höhe, verdunstet und setztoberhalb des ersten Krystallansatzes weitere Krystalle an,