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dickung (inspissatio). Wird das Auflösungsmittel aber ganzverjagt, so dass das Aufgelöste trocken wird, so heisst die-ser Vorgang Austrocknung (exsicca/io). Dies kann imWasser- oder Sandbade vorgenommen werden, je nachdemman das Gefäss mit dem Abzudampfenden in kochendes oderheisses Wasser oder heissen Sand stellt, so dass es nur de-ren Wärme aufnimmt.
Da durch Einwirkung einer den Kochpunkt des Was-sers kaum erreichenden Temperatur oder durch Einfluss deratmosphärischen Luft viele Salze der Alkaloide und mancheandere Stoffe eine Zersetzung oder Umänderung erleiden,so bewerkstelligt man auch wohl die Verdampfung unterabgeschlossenen Glasglocken neben Schwefelsäure, Chlorcal-cium oder anderen hygroskopischen Substanzen oder imluftleeren Räume. Bei einer Abdampfung kleiner Mengenin dieser Art füllt man auch einen Glashafen zu j mit Schwe-felsäurehydrat A und hängt das Gefäss mit derzu verdankenden wässrigen Flüssigkeit B in denleeren Kaum des Hafens hinein und verschliesstdiesen mit Deckel und Tektur.
Die Verdampfung des Krystallwassers, vonwelchem viele Salze grosse Mengen enthalten,erfordert oft eine die Siedhitze weit übersteigendeTemperatur, dagegen verdunstet es wiederum aus anderenSalzen, z. B. dem Glaubersalz, schon bei mittlerer Tempera-tur. Diese letztere Erscheinung nennt man Verwittern,Fatesciren. Die Verdampfung des Wassers durch Feuer-hitze geschieht in unglasirtem Töpfergeschirr oder Hessi-schen Schmelztiegeln. Da hierbei manche Salzmasse, z. B.Alaun, schäumt und zuletzt zu einer voluminösen schwam-migen Masse wird, so darf das Gefäss auch nur zur Höheeines Drittels mit den Krystallen angefüllt werden. DieseOperation nennt man gewöhnlich Brennen (ustio).
Wird die Abdampfung in Apparaten bewerkstelligt, sodass die Dämpfe aufgefangen und verdichtet werden, sonennt man diese Operation Destillation (desHllatio), wennder Dampf nach der Verdichtung eine Flüssigkeit, und S u-bliiuation (sublimatio), wenn er einen lebten Körper dar-