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ein Kalialaunkrystall in eine Auflösung des Amnionalaunsgebracht durch diesen letzteren, ohne seine Krystallform zuändern, sich vergrössern, oder in ähnlicher "Weise durchschichtenweise Lagen verschiedener Alaune vergrössert wer-den. Aus dieser Erscheinung folgt, dass Mischungen iso-morpher Salze durch Umkrystallisiren von einander sich nichttrennen lassen, wovon es jedoch auch viele Ausnahmen giebt.
Kochsalz oder Chlornatrium,........NaCl
Jodkalium, ...............KaJ
Salpeter oder salpetersaures Kali.....KaO, NO 5
Schwefelsaures Kupferoxyd....... CuO, SO*
Schwefelsaures Eisenoxydul,.......FeO, SO 3
Kalialaun,.....KaO, SO-f APO 3 , 3S0 3 +24HO
Chromalaun, .... KaO, S0 3 +Cr 2 0 3 , 3S0 3 -f24HO.Betrachten wir diese Formeln, so finden wir, dass zwischender Zahl und Gruppirung der Atome des Salpeters und desKochsalzes keine Aehnlichkeit sich ergiebt, dagegen aberzwischen dem schwefelsauren Kupferoxyde und dem schwe-felsauren Eisenoxydule, und weiter zwischen den beidenAlaunarten. Das Chromoxyd kann also die Alaunerde, dasEisenoxydul das Kupferoxyd, ohne die respektive Krystall-form zu verändern, vertreten. Man nennt sie daher isomorph.Isomerie, Polymerie, Metamerie. Isomerie{iöo^Qrjc, aus gleichen Theilen) bezeichnet die Fähigkeitchemischer Verbindungen von völlig gleicher Zusammenset-zung, in physikalischer oder chemischer Hinsicht verschie-dene Eigenschaften zu zeigen. Eine isomerische Verbin-dung ist z. B. das Zinnoxyd (SnO 2 ), welches wir in zweiModifikationen kennen. In der einen ist es in Schwefel-säure, Salpetersäure und Chlorwasserstoffsäure auflöslich, inder anderen Modifikation aber in diesen Säuren unlöslich,obgleich in dem einen wie in dem andern Falle die atomi-stische Zusammensetzung des Zinnoxyds dieselbe ist. Soist die Phosphorsäure (PO 5 ) in ihren drei Modifikationeneine isomerische Verbindung von Phosphor und Sauerstoff.Weinsteinsäure und Traubensäure sind isomerisch. Ihre For-mel ist C 4 H i 0 5 . Ebenso sind Citronensäure und Aepfel-s'aure isomerisch, denn ihre Formel ist C 4 H J 0 4 .