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1 (1855)
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42
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Wassers ungefähr bis -f- 12°. Hieraus sieht man, dass dieWärmemengen, welche nöthig sind, die Temperatur zweierverschiedener Körper bis zu einem gewissen Punkte zu er-höhen, sehr ungleich sind. Man nennt diese Eigenschaft derKörper, verschiedene Wärmemengen aufzunehmen, um sichgleich stark zu erwärmen, Wärmekapacität, und die auf-genommene Wärmemenge ihre specifische Wärme. DasWasser bedarf zu seiner Erwärmung viel mehr Wärme alsdas Quecksilber, das Wasser hat also eine grössere Wärme-kapacität als das Quecksilber. Die specifische Wärme desWassers wird gleich 1,000 angenommen, die des Quecksil-bers ist 0,03. Vergleicht man die Wärmekapacitäten zweierKörper nach den Wärmemengen, welche gleiche Volumina,z. B. 1 Kubikfuss Quecksilber und 1 Kubikfuss Wasser, be-dürfen, um zu derselben Temperatur zu gelangen, so erhältman ihre relativen Wärmekapacitäten. Das Queck-silber ist 13 £ mal schwerer als Wasser, seine relative Wär-mekapacität ist also (0,03 X 13,5 =) 0,40.

Durch die Wärmemenge, welche ein Körper enthält, istauch sein Aggregatzustand bedingt. Feste Körper werdendurch Aufnahme von Wärme flüssig, flüssige durch Aufnahmevon Wärme dampf- oder gasförmig.

Die Temperaturen, bei welchen feste Körper schmelzen,in den tropfbarflüssigen Zustand übergehen, oder bei welchenKörper Dampf- oder Gasform annehmen, ist sehr verschie-den. Wasserfreier Weingeist ist noch bei 90° flüssig,Quecksilber schmilzt bei 39°, Eis bei 0°, Schwefelbei -f 111°, Zinn bei + 228°.

Wird 1 Pfund Eis von 0° mit 1 Pfund Wasser von4- 75° gemischt, so schmilzt das Eis, aber die Mischunghat eine Temperatur von 0°. Es waren also -f- 75° noth-wendig um starres Wasser von 0° in den flüssigen Zustandüberzuführen. Diese Wärmemenge verliert auch wieder dasflüssige Wasser, wenn es gefriert, wenn es aus dem flüssi-gen in den starren Zustand zurückkehrt. Die Wärmemenge,welche ein Körper, um aus dem einen in den anderen Ag-gregatzustand überzugehen, aufnehmen muss, und welchesich nicht als freie Wärme bemerkbar macht, also mit dem