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1 (1855)
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so dass z. B. eine dreibasische Säure sich mit 1 Aeq. einesMetalloxyds und 2 Aeq. "Wasser verbindet. (Vergl. Phos-phorsäure im Kommentar).

Verbindungen von zwei Sauerstoffsalzen sind die soge-nannten Doppelsalze. Gemeinlich haben die beiden Salze,welche das DoppelsaJz bilden, eine Säure gemein, z. B. schwe-felsaures Kali und schwefelsaure Thonerde bilden den Alaun,weinsteinsaures Kali und weinsteinsaures Natron das Seig-nettesalz. Saure Salze lassen sich auch als Doppelsalze be-trachten, zusammengesetzt aus dem neutralen Salze und demHydrate der Säure; z. B. das saure oder zweifach weinstein-saure Kali (Weinstein). Dieses kann man zusammengesetztbetrachten aus neutralem weinsteinsaurem Kaliumoxyd undweinsteinsaurem Wasserstoffoxyd (Wasser). Seine Formelist daher Ka O, T -j- HO, T. Die Formel des geschmolze-nen sauren oder zweifach schwefelsauren Kalis ist: KO,S0 3 + HO, SO'.

Um die Salze zu benennen, wird der Name der Säurein ein Adjektiv umgewandelt und dem Namen des basischenOxyds vorgesetzt, z. B. schwefelsaures Kaliumoxyd, eineVerbindung aus Schwefelsäure und Kali.

Häufig bedient man sich der älteren kurzen und daherpraktischen Benennungen, z. B. Sulphate, Ilyposulpliate,Sulphite, Nitrate, Phosphate, Acetate, Arseniate, Borate etc.Es erhalten hiernach folgende Salze die Namen:schwefelsaures Natron Natronsulphatunterschwefelsaures Natron Natronhyposulphatschwefligsaures Natron Natronsulphitsalpetersaures Silberoxyd Silbernitratessigsaures Bleioxyd Bleiacetatetc.

Die Doppelsalze benennt man, indem man die beidenBasen zu einem Worte vereint und diese durch das Adjek-tiv des Säurenamens bezeichnet z. B. schwefelsaure Kali-Thonerde (Alaun), weinsteinsaures Kali-Natron (Seignette-salz), weinsteinsaures Antimonoxyd-Kali (Brechweinstein).Der Pharmaceut meidet gewöhnlich diese langen Benennun-gen und gebraucht dafür die empirischen Namen.