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Verbindungen hat den Namen Metalepsie (jietcdtupig, Nach-folge) erhalten. Wenn Chlor unter Einfluss des Sonnen-lichtes auf koncentrirte Essigsäure, C 4 H 3 O 3 -j- HO, ein-wirkt, so wird der ganze Wasserstoff der Essigsäure durchChlor verdrängt, und letzteres tritt in seine Stelle. AusC 4 H 3 O 3 wird C 4 Cl 3 O 3 . Diese Verbindung ist die Chlor-essigsäure, in welcher 3 Aequival ente Wasserstoff durch 3Aeq. Chlor vertreten sind. Essigsäure und Chloressigsäuresind also zwei Verbindungen von gleichem chemischen Typus.Aus der Substitutionstheorie hat sich die sogenannteKerntheorie entwickelt. Diese betrachtet alle organischenVerbindungen aus gewissen Verbindungen von Kohlenstoffund Wasserstoff, den Stammkernen, bestehend oder dar-aus entstanden, indem ein oder mehrere Aequivalente Was-serstoff durch entsprechende Aequivalente Chlor, Amid etc.ersetzt sind oder sich ersetzen lassen. Ein Stammkern seiz. B. CH 4 , so sind abgeleitete Kerne:
r H 3 n IP r H 3
etc.
Cl' °C1" V NH»
Sowohl die Substitutionstheorie als auch die Kerntheo-rie bedürfen noch sehr der Vervollkommnung oder einergrösseren Erfahrung, wenn sie weder Willkühr noch Zwei-fel zulassen sollen.
Die Oxyde, die Verbindungen des Sauerstoffs, wel-cher sich mit allen Elementen ausser Fluor verbindet, theiltman nach ihren chemischen Eigenschaften in drei Klassen,nämlich in Säuren, Basen und indifferente Oxyde.
Die Sauerstoff säuern unterscheiden sich von denanderen Oxyden zum Theil durch den sauren Geschmack,durch die Eigenschaft blaue Pilanzenfarben in rothe umzu-wandeln, aber besonders dadurch, dass sie mit Sauerstoff-basen Verbindungen, Salze genannt, eingehen. Die Säurenmit einfachem Radikal gehören fast sämmtlich der anorgani-schen, und die Säuren mit zusammengesetztem Radikal derorganischen Chemie an. Schwefelsäure^dpalpetersäure, Wein-steinsäure, Essigsäure z. B. sind Sauerstoffsäuren.
Die Sauer st off basen, basische Oxyde, haben zumTheil einen ätzenden laugenhaften Geschmack und wandeln