Zubereitung der Arzneimitteln. 165
angefangen, die man aber nachgehends langsamverstärkt, bis von der butterförmigen Materienichts mehr in die Höhe steigt. Um diese ausdem Halse der Retorte, worinn sie gemeiniglich ge-rinnet, zu erhalten, hält man eine glühende Koh-le behutsam an denselben, damit sie schmelze, undin die Vorlage stieße. Hierauf nimmt man allesFeuer hinweg, damit die Gefäße kalt werden,und gießt die Butter aus der Vorlage in ein wohlzu verstopfendes Glas.
Wenn man, nachdem alle Butter herüber ge-trieben worden ist, die Destillation fortsetzt, unddas Feuer um vieles verstärkt, so sublimirt sichan den Hals der Retorte eine schwarzlichte, durchsReiben dunkelroth werdende Materie, die man
Spt'eßglaszinnober ((üinn^L^iZ H^?i.
Monn) nennt. Das laufende Quecksilber, wel-ches sich auch zugleich mit zu sublimiren pstegt,kann man von den übrigen leicht absondern.
Wenn man eine weiße oder ungefärbteSpießglasbutter (Ln^v^n^i ^nnnonn
^i.LUM) verlangt, kann man sie durchs bloßewiederholte destilliren erhalten.
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