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2 (1860)
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504
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dem Wasser, Zusetzen von Salzsäure, partielles Fällen durch Alkohol,Coliren und schliessliches totales Ausfällen durch Weingeist in blen-dend weissen Flocken erhalten wird: die so gereinigte Flechtenstärkereagirt auf Jod nicht mehr grün, sondern rein blau und scheint reinesAmidon zusein; ferner circa 2% Cetrarsäure, fälschlich Cetrarin oderFlechtenbitter genannt, die sicli in Alkohol leicht, in Aether schwer,in Wasser nicht löst und die durch alkalische Laugen aus dem Moosevor der pharmaceutischen Anwendung entfernt wird; sie krystallisirtin haarfeinen Nadeln von intensiv bittern Geschmacke und gibt mitAlkalien bitterschmeckende Lösungen, die an der Luft sich bräunen ;ferner Licheustearinsäure, die aus dem Aetherextracte in perl-mutterglänzenden } ranzig schmeckenden Blättchen erhalten werdenkann, und kaum 1% beträgt; circa 2% Fumarsäure, eine Säureder Tartrylgruppe die in allen Kryptogamen eingebürgert zu seinscheint, ferner 5 — 26°/ 0 in Wasser lösliche Kohlenhydrate,Gummi und Zucker und schliesslich circa 1% Asche, die viel Kali, we-niger Kalk, viel Kieselsäure und weniger Eisenoxyd enthält. EinTheil isländischer Flechte mit 12 Theilen destillirten Wassers auf3 Theile Colatur eingekocht, gibt eine rigide Gallerte, deren bittererhässlicher Geschmack für kurze Zeit durch Citronensaft und Zuckermaskirt wird. Die therapeutische Berechtigung dieses Rennthierfuttersist dem Commentator nicht völlig klar geworden.

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Iiignum Quajacl, Quajacliolz (Franzosenliolz).Liguuin sanetum.

Das vom Stamme und den stärkeren Aesten ge-nommene Holz von Quajacum officinale Linn., einesBaumes, der Famili e der Zygophyll een angehörend, wel-cher im tropischen Amerika, besonders auf den Antillenwächst, kommt in theils nach der Länge, theils nachder Quere zerschnittenen, schweren, in Wasser unter-sinkenden, entrindeten Stücken feiner , dichter Structurvor, welche aus dem bl assgelben Splinte und dem grün-lichen, holzbraunen, gegen die Mitte bläulich grün an-gelaufenem Kerne bestehen, und bei stärkerem Reibenoder Anbrennen einen aromatischen Geruch entwickeln,länger gekaut einen schwach bitterlichen, hintennachetwas scharfen Geschmack abgeben. Die käuflichenDrehspäne(ScobsQuajaci)welchegrösstentheils aus demblossen Splinte bestehen, oder sehr oft mit anderenHolzarten vermengt sind, sollen nicht angewendet werden.