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CDXXXIV,
Infusum laxativum, Laxiraufguss. lqua laxa-
tiva Viennensis. Infusum Seimae compositum.
Potio laxans Viennensis.
Ep. Alexandr is che Sennesblätter . . sechs Drachmen,
heisses Brunnenwasser ......sechs Unzen.
(Aufzugiessen und eine Viertelstunde digeriren zulassen)
Auserlesene Manna........eine Unze.
(In der ausgepressten Colatur aufzulösen und ab-geklärt auszufolgen).
CDXXX1.
•Jouuiii. Jod.
Krys ta llinische, schu ppenförmige glänzende, demGraphit sehr ähnliche weiche, s ch warzgrau e Blatt che n,von eigen thümlichemchlorart igen Gerüche und herbemreizenden Geschmacke. Es ist in kaltem Wasser kaum,in Weingeist dafür leicht löslich und giebt eine inten-siv rothbraune Flüssigkeit. Es färbt in geringsterMenge die Stärke blau, die Haut vorübergehend braun,und entwickelt in der Hitze violette Dämpfe. Zu ver-meiden sind Verfälschungen mit Grauspiess glänz erz,Braunstein, Graphit, Coaks u. s. w. Auch beachte mandass man b eim Eink auf ni ch t ein , z ur Gewi chtsfäls chungmit Wasser befeuchtetes Jod erhalte.
Das Jod am Anfange dieses Jahrhunderts von Courtois, einemSalpetersieder in Paris entdeckt, wird vorzüglich aus der Soda derStrandpflanzen, aus den Gattungen Salsola Atriplex und der Seepflan-zen aus der Familie der Fucaceen, die in Gruben eingeäschert werden,dargestellt. Diese Soda, für deren Darstellung Dalmatien ein vor-treffliches Gebiet abgäbe, wird derzeit fast nur an den spanisch fran-zösischen Küsten, vorzüglich in Biscaya gewonnen, und kommt na-mentlich unter dem Namen Kelp Varecli oder Soda di Barilla imHandel vor. Diese Asche wird mit Wasser ausgelaugt und zurKrystallisation eingedampft; die Mutterlauge dieser Krystallisationenthält alles Jod und die Sulfurete und die Hyposulfite des Natriums,sie wird mit circa 12 Volumprozenten englischer Schwefelsäure an-gesäuert, und das neuerdings gebildete Glaubersalz auskrystallisirengelassen; die abermalig gebildete Mutterlauge von saurer Reactionwird mit 10°/ o Braunstein gemischt, in eine Eetorte gegeben und