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CDXXIX.
Hydrargyrnm sulfuratum nig-rum, schwarzes
SchwefelquecKsilber. Aelhiops mineralis. Sul-
furetum hydrargyri liigrum
Ep. Eectificirtes Quecksilber ) von jedem, zwei
Gewaschene Schwefelblumen j Unzen.
Verreibe sie im gl äsernen Mors er unter zeitweisemBespritzen mit Wasser, bis alle metallischenKügelchen verschwunden sind.Es sei ein feines, schwarzes, geschmackloses, in
der Hitze vollkommen flüchtiges, in Kaliflüssigkeit
lösliches Pulver.
Der klassisch mittelalterliche Weg zur Bereitung dieses über-flüssigen Präparates, wird kaum ausreichend sein, trotz des 6fachenUeberschusses an Schwefel, die vollständige Extinktion des Queck-silbers und totale Bildung von Quecksilbersulfid Hg S zu erreichen.Durch Zusammenschmelzen von Quecksilber Init Schwefel, oder durchAnhängen des gut verschlossenen Gemenges an die Beutelvorrichtungeiner Mühle, kann man sich die Mühe bedeutend kürzen und erleich-tern. Das Präparat muss rückstandslos flüchtig; auf Kupferblech,ohne Verquickung, verreiblich, und in siedender concentrirter Kalilösungzu dem Sulfosalze HgS KS auflöslich sein.
CDXXX.
Hydrargyrum sulfuratum rubrum factitium,
Künstliches rothes Schwefelquecksilber. C iima-
baris factitia, Zinnober.
Als Produkt chemischer Fabriken ist derZinnoberein sehr feines in tensiv-r o thes ges chma ck-und geruch-loses Pulver, welches in der Hitze verflüchtigt, undin Salpetersäure unlöslich ist.
Der Zinnober bildet als rhomboedrisch krystallisirte peritomeEubinblende, und mit Asphaltthon durchdrungen, als Quecksilberleber-erz, die bei weitem häufigsten und wichtigsten Quecksilbererze. Künst-lich wird er durch Sublimation von Schwefel und Quecksilber, oderdes schwarzen isomeren Schwefelquecksilbers, oder endlich durchSchütteln dieses schwarzen Quecksilbersulfids mit massig warmer Kali undSchwefelleberlösung, gewöhnlich durch Befestigen einer Büchse andem Gestänge einer Locomotive oder stebender Dampfmaschine,