Druckschrift 
1 (1860)
Entstehung
Seite
249
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

249

Aqua laurocerasi, Kirschlorbeerwasser.

Rp. Z erschuittene frische Kirschlorb eerblätter .

.................ein Pfund

gewöhnliches Wasser.......drei Pfunde

Man ziehe...........ein Pfund ab.

Nachdem sich das ausgeschiedene Oel durch Schüt-teln gelöst hat, bewahre man es in schwarzen odergeschwärzten Gläsern gut verstopft an einem kühlenOrte.

Das etwas trübe Wasser von durchdringendem, bit-ter man delavtigen Gerüche und Geschmack, sei von sol-cher Stärke, dass eine Unze desselben mindestens3 Gran Cyansilber gibt.

Ueber diesen Artikel ist Bittermandelwasser nachzulesen.

In den Blättern des Kirschlorbeerbaums soll neben Amygdalinnoch ein stickstoffhaltiger Zuckerpaarling enthalten sein; die ganzeSache ist durchaus noch nicht spruchreif, nur so viel ist gewiss, dassBlausäure und eine Isomerie des Bittermandelöls im Kirschlorbeerölevorkomme, dass die zur Unterscheidung mit Goldchlorid und Ammo-niak aufgestellten Proben nichts taugen und dass sich der grösstetherapeutische Rigorist in Ermanglung des schwer zu beschaffendenKirschlorbeers mit Bittermandeln begnügen könne. Für unsern Verbrauchliefern die Kirschlorbeerpflanzungen des Baron Pasqualati in derRossau das Materiale, das Apotheker Pach daselbst verarbeitet.

LWVII.

Aqua 91elissae, Melissenwasser.

Ist aus den getrockneten Melissenblättern wie Chamil-lenwasser zu bereiten.

Nur frisch getrocknetes Kraut ist zur Destillation geeignet undliefert *_%, % 0 Oel.

I, WA 111.

Aqua Mtenthae cvispae, KrausmUnzeuwasser.

Ist aus den getrockneten Krausmünzenblättern, wiedas Chamillenwasser zu bereiten.

Die frisch getrocknete Pflanze enthält anderthalb bis zwei per-mille ätherisches Oel.