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1 (1860)
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11,6 Theile englische Schwefelsäure. Wichtig scheint es nochdarauf aufmerksam zu machen, dass die Schwefelsäure in einwo möglich metallenes Gcfäss, das in Wasser gekühlt, gegossenwird, worein hierauf die Alkoholmenge im dünnen Strahle unterstetem Umrühren zufliesst, um die von Weinöhlbildung unzer-trennliche höhere Erhitzung des Gemisches zu vermeiden. Bei dernachfolgenden eintägigen Digestion der Aethermischung mit demessigsauren Natron im verschlossenen Destillirkolben muss aucherwähnt werden, dass öfteres Umschütteln unerlässlich sei, weilsonst eine oberflächlich entstehende Schicht von Glaubersalz, diein der Aethermischung unlöslich ist, die totale Zerlegung der Ge-mengtheile abschliesst und hindert.

XXX.

Aetlier crudus, roher Aetlier, Aether sulfuricuscruetus, Schwefeläther.

Das Erzeugniss chemischer Fabriken vom spezi-fischen Gewichte 0,73.

Der Aether wird in den Fabriken durch Destillation vonSchwefelsäure und Alkohol erzeugt und das Rohprodukt einerRektifikation unterworfen. Nichts desto weniger enthält auch die-ses Rektifikat ausser Wasser: Alkohol, schweflige Säure und Wein-öhl. Dem billigen Preise des käuflichen Fabriksproduktes zuLiebe und wegen der Feuergefährlichkeit und Umständlichkeitder Aetherdarstellung im Kleinen hat die Pharmakopoe die zweck-mässige Aufnahme der Handelswaare in den Arzneischatz ver-ordnet, die sie durch einen genau normirten Rektifikationspro-zess den therapeutischen Anforderungen gerecht macht.

Der Prozess der Aetherbildung ist noch durchaus nicht zwei-fellos erwiesen, wenigstens ist man über die theoretische Konsti-tution und das formelle Verhältniss des Alkohols zum Aethernoch immer nicht völlig im Klaren. In der Sprache der Radi-kalientheorie Hesse sich der Vorgang etwa folgendermassendarstellen: Alkohol, C 4 H 6 0 2 ist Aethyloxydhydrat C 4 H 5 O.

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