102
I
1
der Form C ä n H_n, wohin namentlich Chrlsen und Pyrcn gehö-ren ; sie sind stets von Kapnomor (C 2 o Hj, 0 2 ) begleitet. 3. Derllolztheer von älinliehcm Gerüche, der sich bis auf einen kleinenRest in Alkohol zu einer dunkelbraunen Tinktur löst, gibt mitWasser destillirt, das leichte und schwere Theeröli], die bereits indie früheren Fraktionen hineinragten, und unter denen Eupion,Kreosot, mit seinem Zersetzungsprodukte dem Kapnomor, diewesentlichsten sind. Als schliesslicher Rückstand bleibt 4. in derRetorte das Pech. Man kann somit alle Bestandteile des rohenHolzessigs etwa in folgende 4 Gruppen rangiren : 1. Säuren. Dahingehören Essigsäure, Assamaressigsäure, Pyrogallsäure (2 Prozent),Kreosot (1,5 Perzent, der Phenylsäure des Steinkohlentheers analog.)Spuren von Ameisensäure und flüchtigen Fettsäuren. 2. Basen:Ammoniak und Spuren der Ammine, namentlich der Phenylammine,die Theerbasen aus dem stickstoffhaltigen Holze stammend, undin der Form von Picolin, Anilin, Leucolin und Petinin weitreicher im Steinkohlentheere vertreten. 3) Halidbasen und ihreSalze und zwar zwei Reihen: a) die Methylreihe, G> Hj 0,namentlich als essigsaures Methyloxyd, Holzessigäther C 4 Hj 0 3 .CS 11$ 0, und b) die Oenylreihe oder die Mesityle und Acetone,theils als Äthyloxyde, theils als Alkohole, (C e H-, 0 und C 8 H ä 0 2 )n.Das Gemenge aller dieser Halidbasen hat man früher unter denNamen Mesit und Xylit für selbstständige Verbindungen gehalten.4. Kohlenwasserstoffe, theils von der Formel der BenzoleCa Hn--„ theils von der Formel (C 6 H 9 )n oder (C 3 H 2 )n.
Schliesslich sind noch Spuren von Aldehyd, Assamar, Kapu-omor, Pyroxanthogen, Furfurol vuid Paraffin als Bestandtheile desHolzessigs zu nennen.
Das Methyloxydhydrat oder der reine Holzalkohol C 2 H 3 O.HO ist eine vollkommene Analogie des Weinalkohols, stellt einwasserhelles, leicht flüssiges Fluidum von eigenthümlich aromati-schem Gerüche und geistigem Geschmacke dar, löst sich in Wasser,Weingeist, Äther, flüchtigen und fetten Ohlen, siedet bei 66,5brennt mit blassblauer Flamme, verwandelt sich unter dem Einflüsseoxydirender Körper in Ameisensäure C> H0,$. HO und unter derEinwirkung wasserentzichender Mittel in den entsprechendenHolzäther: das bei gewöhnlicher Temperatur gasförmige Methyl-oxyd C 2 H s 0 und bildet Äthersäuren und Methyloxydsalze ganzAvie die Halidbase des Äthyls. Der noch lange nicht reine rektitizirte