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wicht einer Salpetersäure von 1,2 vollbringt die völlige ( )xydationdes Phosphors.
Ein freies Kohlenfeuer ist in diesem Falle einem Sandbadevorzuziehen, da eine raschere Regulirung der Hitze dadurch ermög-licht wird, die umso mehr hier Beachtung verdient, wo jedes stür-mische Sieden, das an der Luft entzündlichen Phosphor in Retor-tenhals und Vorlage hinüberreist, als höchst gefährlich strenge ver-mieden werden muss. Der Retortenrückstand muss unter Zutröpfelnvon höchst konzentrirter Salpetersäure abgedampft werden, damitdie entstandene phosphorige Säure zu Phosphorsäure vollständigoxydirt werde, was sich immer durch eine reichlich aufbrausendeEntwicklung rother Dämpfe manifestum. Schliesslich muss zur Ver-jagung der Salpetersäure, namentlich zur Zerlegung der entstande-nen Verbindung von Phosphorsäure und Untersalpetersäure derRückstand in einer Platinschaale abgeraucht werden. Nunmehr folgtdie Reinigung von Arsen ; es ist allerdings wahr, dass phosphorigeSäure in Ermanglung einer andern Bezugsquelle den zur Phosphor-säurebildung nöthigen Sauerstoff den Oxyden des Arsens so völligentreisse, dass dieses Metalloid in elementarem, sogenannt reguli-nischen Zustande herausfällt, und somit bei einer so eingerichtetenOperation, dass die Salpetersäure in ziemlicher Verdünnung undungenügender Menge angewandt würde, aus der mit Wasser ver-dünnten Säure durch Filtration entfernt werden könnte. Allein dieseprekäre und unvollständige Oxydation, die eine Conditio sine quanon dieser Arsenabscheidung ist, bringt entweder phosphorige Säurein das Präparat, die kaum minder giftig, als Arsen ist, oder es fehltüberhaupt jede Garantie der Arsenfreiheit; in therapeutischer Hin-sicht ist somit diese so bequem scheinende Methode unstatthaft. Esbleibt somit nichts anderes übrig, als den geraden früher erwähn-ten Weg der Reinigung von Arsen auch hier wieder zu betreten.Bei der Verwesung des Phosphors an der Luft, die gewöhnlich ineinem mit einer Glasglocke überdeckten Gefässe vor sich geht, indessen Trichteraufsatze sich Phosphorstangen angelehnt befinden,bildet sich phosphorige Säure, POj, die in Form eines weissenNebels, in das untergestellte Gefäss hinabsinkt, und von dem da-selbst vorgeschlagenen Wasser verschluckt wird. Nach mehrerenMonaten erhält man so eine stark saure, öhlige Flüssigkeit, die ausPhosphorsäure und phosphoriger Säure besteht, das Oleum Phos-phor? per-deliquium oder das aeidum phosphaticum der Alten, ein
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